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Helgoland : Eon feiert Richtfest der Servicestation

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Energiekonzern plant, Mitte 2015 den Windpark Amrum West in Betrieb zu nehmen. Die 80 Turbinen sollen 288 Megawatt erzeugen - genug Strom für etwa 300.000 Haushalte.

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erstellt am 29.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Trotz rauher See hatte sich Pinnebergs Landrat Oliver Stolz am Montag, 23. August 2010, nach Helgoland begeben, um den Vertrag über den Ankauf von mehr als 34 000 Quadratmeter Landfläche am Binnenhafen und der Südkaje der Hochseeinsel zu unterzeichnen. Das Ziel, das die Gemeinde damit verfolgte, nämlich ein Areal für die Errichtung eines Servicehafens für drei Energiekonzerne bereitzustellen, ist nun ein Stückchen mehr Wirklichkeit geworden: Nebst RWE Innogy und WindMW errichtet dort nämlich auch Eon einen Stützpunkt, um von Helgoland aus den Windpark Amrum West zu warten – und gestern kamen Vertreter des Energiekonzerns auf dem roten Felsen zusammen, um Richtfest zu feiern: „Das 1800 Quadratmeter große Gebäude bietet Platz für Büros, Umkleiden sowie Lagerraum“, teilte Eon mit. Bis zu 50 Mitarbeiter sollen dort künftig im Schichtdienst tätig sein und den Betrieb des Windparks sowohl per Schiff als auch per Helikopter sicherstellen. „Helgoland ist räumlich sehr günstig gelegen und daher für uns ein idealer Stützpunkt für die Wartung unseres Offshore-Winkparks Amrum West. Dadurch können wir auf ein Hotelschiff oder eine bemannte Plattform im Windpark verzichten“, erläuterte Projektleiter Dominik Schwegmann im Sommer 2013 die Entscheidung, auf der Insel in Mitten der Nordsee zu bauen. Laut eigenen Angaben plant der Energiekonzern, den Stützpunkt mindestens 28 Jahre lang zu nutzen.

Der Windpark Amrum West entsteht zirka 35 Kilometer nördlich von Helgoland und soll aus 80 Turbinen der 3,6-Megawatt-Klasse bestehen. Die Gesamtleistung soll laut Eon 288 Megawatt erzielen. „Mit der erzeugten Energie können bis zu 300 000 Haushalte versorgt werden“, heißt es aus der Konzernzentrale in Düsseldorf.

Allerdings wird es noch dauern, bis der ökologisch erzeugte Strom das Festland erreicht: Der ehemalige Wirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein, Jost de Jager (CDU), prognostizierte zwar im August 2010, das bereits zwei Jahre später ein Servicehafen stünde, doch befinden sich sowohl der Stützpunkt als auch die Offshore-Anlage von Eon noch im Bau. Der Energieerzeuger rechne damit, erst Mitte 2015 den Betrieb vor der Helgoländer Küste aufnehmen zu können.

RWE Innogy und Wind MW sind indes ein wenig schneller: Sie feierten bereits im Herbst 2013 die Richtfeste ihrer Stationen.

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