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Pinneberg : Enttäuschende Besucherzahlen beim Weihnachtsmärchen der Musikschule

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Nur 40 Gäste finden sich im Ratssitzungssaal ein. Die anwesenden sehen eine bewegendes Weihnachtsmärchen.

Pinneberg | „Leider ist es heute eher wie bei einer Generalprobe“, sagte Winfried Richter, Leiter der Musikschule Pinneberg, am Eingang zum Ratssitzungssaals. Nur etwa 40 Besucher hatten gestern den Weg zur Aufführung des Märchens „Die Weihnachtsgans Auguste“ von Friedrich Wolf gefunden. „Es ist wirklich schade, dass so viele Plätze frei geblieben sind“, sagte Richter.

Erzählerin Sabine Maria Schoeneich, Sänger Philip Lüsebrink und Pianistin Simone Anders vom Musiktheater „Little Opera„ erzählten die bewegende Geschichte der Weihnachtsgans Auguste. Der Opernsänger Luitpold Löwenhaupt fand auf dem Markt den passenden Braten, lebend und schnatternd. Doch sein Sohn Peterle schloss die Ganz schnell ins Herz und ließ sie sogar in seinem Bett schlafen. Doch je näher der Weihnachtsabend rückte, desto weniger Zeit blieb für die ungewohnte Freundschaft. Löwenhaupt wollte die Gans töten, brachte es aber nicht übers Herz. Gerupft und frierend wurde diese in die Familie aufgenommen. Pullover und Mütze ersetzten das Federkleid.

„Ich will auch eine Gans“, sagte die fünfjährige Marie nach der Vorführung. Die Blicke ihrer Eltern verrieten, dass sich wohl keine unter dem Weihnachtsbaum wiederfinden würde. Ganz andere Sorgen hatte der vierjährige Benjamin. „Ich will keine Gans mehr essen“, sagte er. Hat er denn schon mal Gans probiert? „Ja, letztes Jahr Weihnachten“, sagte der Vierjährige und ergänzte voller Überzeugung: „Aber dieses Jahr möchte ich etwas ganz anderes essen.“ Vielleicht wäre „Augustes Weihnachtsessen“ aus dem Programmheft mit Knödeln, Rotkohl und Rahmpilzen eine Alternative– ganz sicher ohne Gans.

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erstellt am 07.Dez.2015 | 00:33 Uhr

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