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Pinneberger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 09:53 Uhr

Pinneberg : Entsetzen über Schulsanierungsstau

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bildungspolitische Sprecherin Anita Klahn (FDP) mahnt Pinneberg, in den Planungen auch die Inklusion mit zu berücksichtigen.

shz.de von
erstellt am 16.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Anita Klahn (FDP), Mitglied des Landtags und bildungspolitische Sprecherin der liberalen Landtagsfraktion, war gestern zu Gast beim Liberalen Frühschoppen in der Vinothek MaVino in Pinneberg und referierte über das Thema „Pro Noten in Grundschulen“. „Wir haben am Wochenende unsere erste Aktion pro Noten gehabt und trotz der Temperaturen durchgehalten“, sagte Birgit Klampe, Vorstandsvorsitzende der FDP Pinneberg. 100 Unterschriften seien dabei für die Volksinitiative zusammengekommen. 275 haben die Liberalen bisher im Kreis Pinneberg gesammelt.

Diese wurden gestern an Klahn übergeben. „So engagiert wie die Pinneberger waren bei den bisherigen Temperaturen wenige. Wir können aber feststellen, dass mit den zunehmen Außentemperaturen auch an verschiedenen Stellen parallel gesammelt wird“, sagte die bildungspolitische Sprecherin. 1300 bis 1500 Unterschriften seien bisher von den benötigten 20.000 zusammengekommen. Dennoch sei das Landtagsmitglied überzeugt, dass es am Ende reichen würde, denn auch die CDU habe ihre Unterstützung zugesagt.

Weiteres Thema: der Schulbausanierungsstau in Pinneberg. „Ich bin von der Schulsanierungssituation in Pinneberg entsetzt“, sagte Klahn, die diese aus Kiel verfolge. Es hänge viel davon ab, wie die Verantwortlichen mit Immobilien umgingen. „Dabei hatten Sie doch eine aktuelle Ministerin, die mal in der Stadt tätig war“, sagte Klahn in Anspielung auf Kristin Alheit (SPD), jetzige Ministerin für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung in Schleswig-Holstein, die 2008 zur Bürgermeisterin gewählt worden war. Hinsichtlich der Thematik Inklusion mahnte sie, diese schon heute in die Planungen einfließen zu lassen. „Nicht, dass Sie aufwändig renovieren und in fünf Jahren erneut tief in die Tasche greifen müssen“, so Klahn. Schließlich gehe es nicht nur um häufig erwähnte Aufzüge, sondern auch um akustische Baumaßnahmen oder farbliche Gestaltung und die Möglichkeit, technische Hilfsmittel zu integrieren.

Klampe kritisierte auch die Situation vor Ort. Sie hoffte, dass die angestoßene Schulsanierung nun schnell starten werde. „Das erfreuliche ist, dass diese fraktionsübergreifend beschlossen wurde. Quasi ein Novum für uns.“

Auch Werner Mende, Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion im Pinneberger Stadtrat, zeigte wenig Verständnis über den Umgang mit den Schulen im Stadtgebiet. „Die Position Wartung ist oft die erste, die bei Haushaltsdiskussionen gestrichen wird“, sagte Mende. Schulen würden oft wie andere öffentliche Gebäude mit hohem Wartungsbedarf behandelt. Es fehlt in der Verwaltung das Interesse an den eigenen Gebäuden“, mahnte Mende. Es mangele an einem Konzept für das Schulgebäudemanagement. „Als bautechnischer Laie kann ich nicht nachvollziehen, wie man bei einem Gebäude die Fassade abkloppen kann, aber dann nichts mehr passiert“, sagte Mende mit Blick auf die Debatte um die Sanierung der Theodor-Heuss-Schule.
 

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