Tangstedt : Entsetzen über Raser

Auch die Installation eines festen Blitzers war für die Politiker eine Überlegung wert.
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Auch die Installation eines festen Blitzers war für die Politiker eine Überlegung wert.

Bauausschuss diskutiert Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessungen.

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04. Juli 2015, 15:00 Uhr

Tangstedt | 76.176 Fahrzeuge fuhren in der Zeit vom 11. Mai bis 31. Mai auf der Dorfstraße in Tangstedt. Mit einem Geschwindigkeitsmessgerät wurde das Tempo der Fahrer erfasst. Im Bauausschuss stellte Volker Höhn (FDP), Vorsitzender, die Ergebnisse den Mitgliedern vor.

„Der Spitzenreiter in dieser Zeit ist ein Autofahrer mit 107 Stundenkilometern in den späten Abendstunden“, berichtete Höhn. Gemessen wurde dabei die Straßenseite, die von Rellingen nach Tangstedt führt. „Der größte Teil liegt hier unter 60 Kilometer pro Stunde. Das ist ein ganz gutes Ergebnis“, sagte der Vorsitzende weiter.

Weitaus erschreckender war eine weitere Messung, die vor der Grundschule an der Dorfstraße durchgeführt wurde. In der Zeit vom 1. Juni bis 8. Juni fuhren hier insgesamt 19.983 Fahrzeuge vorbei. 19.320 hielten sich dabei an die Geschwindigkeitsangabe und fuhren langsamer als 60 Stundenkilometer (km/h). 601 hatten weniger als 70 Kilometer pro Stunde auf dem Tacho.

Die Zahlen, die darauf folgten, ließen die Ausschussmitglieder jedoch aufhorchen. „56 Autofahrer fuhren hier knapp unter 80 Stundenkilometer. Das ist vor einer Schule viel zu schnell und sehr gefährlich “, betonte Höhn. Vier Fahrzeuge wurden mit bis zu 90 km/h erfasst, zwei fuhren sogar schneller als 90 km/h durch das Dorf. „Diese Ergebnisse finde ich sehr erschreckend“, sagte Höhn. Das sahen die Ausschussmitglieder genauso.

Laut Höhn sei jedoch zu verzeichnen, dass aufgrund der gut sichtbaren Messanlage zahlreiche Autofahrer Gas weggenommen hätten. „Eine Überlegung wäre, ob wir günstig so ein Gerät dauerhaft bei uns aufstellen können. Schließlich bringt es zumindest stellenweise ein bisschen was“, sagte der Vorsitzende. Autofahrer würden durch ein Messgerät an die Geschwindigkeitsgrenze erinnert.

Auch die Installation eines festen Blitzers war für die Politiker eine Überlegung wert. Höhn mahnte jedoch, dass Warnungen aus dem Radio dazu führen könnten, dass die Autofahrer nur vor dem Blitzer abbremsen – um danach wieder Gas zu geben und weiter durch das Dorf zu rasen.

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