Entscheidung über Zukunft der Politik

4: Helmuth Ahrens (geb. 1951), Bankkaufmann
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4: Helmuth Ahrens (geb. 1951), Bankkaufmann

Konstituierende Sitzung in Halstenbek am Montag

shz.de von
08. Juni 2018, 16:00 Uhr

Fast genau vier Wochen liegt die Kommunalwahl in Schleswig-Holstein jetzt zurück. Glück und Frust über Erfolg und Niederlage haben sich gelegt, die Parteien sich gefunden. Am kommenden Montag, 11. Juni, konstituiert sich die Gemeindevertretung in Halstenbek. Los geht es um 19 Uhr in der Mensa der Schule an der Bek. Auf der Tagesordnung stehen die Wahlen der Ausschussvorsitzenden und des Bürgervorstehers sowie des Vize-Bürgermeisters.

In Halstenbek wurde wieder die CDU zur stärksten Kraft gewählt – genau wie bei der vorherigen Wahl 2013. Doch die Christdemokraten mussten Verluste hinnehmen. Lagen sie vor fünf Jahren bei etwa 36 Prozent, waren es in diesem Jahr zwei Prozent weniger. Neun Sitze stehen den Christdemokraten zu. Nichtsdestotrotz stellt die CDU wieder den Bürgervorsteher und den stellvertretenden Bürgermeister. Zwei Ausschüsse sind in CDU-Hand. Der Bauausschuss wird von Andreas Pauli geleitet. Den Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport soll Katrin Ahrens übernehmen. Für das Amt des Bürgervorstehers wird sich Helmuth Ahrens wieder aufstellen lassen – obwohl er ebenfalls für das Amt des Kreispräsidenten kandidieren wird. „Die beiden Ämter stehen sowohl für mich als auch aus politischer Sicht in keinem Konflikt. Zudem ist meine Wahl zum Kreispräsidenten nicht in Stein gemeißelt“, erklärte Ahrens auf Anfrage unserer Zeitung. Er wolle vom Amt des Bürgervorstehers zurücktreten, sofern er zum Kreispräsidenten gewählt werde. Allerdings nicht direkt nach der Wahl des Präsidenten, die am 20. Juni stattfinden wird. „Ich werde – wenn – dann nach der Sommerpause im September zurücktreten. Das hat verschiedene Gründe. Ich habe noch einige Termine als Bürgervorsteher angenommen und werde diese dann auch wahrnehmen. Des Weiteren wird diese Doppelbelastung während der Sommerpause nicht so extrem groß sein, ich denke das ist zu verkraften“, so Ahrens. Zudem sei er nicht der einzige Politiker, der dann ein Doppelamt inne hätte. „Es gibt viele Menschen in unserem Kreis, die sowohl auf kommunaler als auch auf Kreisebene aktiv sind.“

Der Ortsverband Halstenbek von Bündnis 90/Die Grünen hat bei der vergangenen Kommunalwahl einen Erfolg gefeiert. Sie wurden mit einem Zuwachs von einem Prozent auf 28,2  Prozent zweitstärkste Kraft – und verdrängen damit die SPD. Die Grünen erhalten acht Sitze, nur einen weniger als die CDU. In zwei Ausschüssen werden sie den Vorsitz übernehmen: Sowohl der Finanzausschuss als auch der Ausschuss für Landschaft und Umwelt wird künftig unter grüner Leitung tagen. „Im Ausschuss für Finanzen ist Kontinuität zu erwarten. Ich werde ihn leiten“, erklärte Dieter Thomas, Vorsitzender der Halstenbeker Grünen, gegenüber unserer Zeitung.

Die SPD muss sich mit dem dritten Platz und sieben Sitzen begnügen. Sie verlor etwa drei Prozent der Stimmen und fiel von 28,5 Prozent auf 25,7 Prozent. Trotzdem werden ebenfalls zwei Ausschüsse von Sozialdemokraten geleitet: der Haupt- und der Sozialausschuss. „Für den Hauptausschuss nominieren wir Nicolai Overbeck, der Schulausschuss wird weiterhin von Maythe Spott geleitet“, sagte Christoph Bittner, Vorsitzender der Halstenbeker SPD.

Die Halstenbeker FDP erhält drei Sitze in der Gemeindevertretung. Mit einem Ergebnis von 10,3 Prozent ging sie aus der Wahl hervor. Drei Sitze stehen der Fraktion im Gemeinderat zukünftig zu. Der Vorsitzende der Freien Demokraten, Wolfgang Pipping, erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass er selbst für die Leitung des Werksausschusses nominiert werde. Am Herzen liegen der Fraktion aber besonders die großen Themen wie zum Beispiel die Entlastung der Bürger bei den Straßenausbaubeiträgen.

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