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Ehrenamt in Schenefeld : Engagierte, fröhliche Helfer gesucht

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Sabine Koch ist seit drei Jahren bei der Schenefelder Tafel aktiv. Derzeit verfügt die Einrichtung über etwa 60 Unterstützer.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2016 | 13:00 Uhr

Schenefeld | Sabine Koch hat das Entstehen der Schenefelder Tafel intensiv mitverfolgt. Sie ist fast von Beginn an dabei. Die 65-Jährige engagiert sich bei der Institution für bedürftige Menschen seit dem Frühjahr 2013. Die erste Ausgabe im Osterbrooksweg erfolgte am 6. Dezember 2012. „Ich habe immer darauf gewartet, dass in Schenefeld eine Tafel eröffnet“, erinnert sich Koch.

Eine Zeit lang habe sie mit dem Gedanken gespielt, bei der Tafel in Hamburg zu helfen. „Der Weg war mir aber zu weit“, erläutert die Arzthelferin. Bei den Bürgertreffen im Rathaus sei der Vorschlag unterbreitet worden, eine Tafel zu eröffnen. Die Resonanz sei sehr gut gewesen. „Die Leute waren begeistert, als sie von dem Vorschlag hörten“, sagt Koch.

Es hätten sich sogleich zahlreiche Helfer gemeldet. Es gelang, die heute immer noch genutzten Räumlichkeiten im Osterbrooksweg 13 zu finden. „Wir haben viel Unterstützung von Mitarbeitern ortsansässiger Handwerksbetriebe erhalten“, berichtet die gebürtige Wilhelmshavenerin. Die Firmen stellten das Material. Helfer strichen die teils für die Räumlichkeiten angefertigten Schränke und Tische. Bei der ersten Essensausgabe erschienen 47 Kunden. „Das kam gut an“, sagt die Schenefelderin. Mit der Zeit hätten immer mehr bedürftige Menschen, darunter Frauen und Männer mit niedriger Rente, vorbeigeschaut.

Insgesamt ist Sabine Koch nun eine von 60 aktiven Helfern. „Wir benötigen aber noch mehr Ehrenamtliche, weil wir inzwischen nicht mehr einen, sondern zwei Ausgabetage haben“, erläutert Koch. Das Team ist vor allem in Folge der verstärkten Zunahme von bedürftigen Flüchtlingen verstärkt im Einsatz.

Jeden Tag sortieren

„Früher waren es mehr Einheimische, die aber nach wie vor kommen“, erläutert die Ehrenamtliche. Koch sortiert im Zuge ihrer Tätigkeit das Gemüse sowie weitere eintreffende Lebensmittel und hilft bei der Ausgabe. Insgesamt engagiert sie sich einen Tag in der Woche für die Tafel. Mit ihrem Einsatz ist sie zufrieden. „Es bringt Spaß, im Team zu arbeiten“, so Koch. Gearbeitet werde „Hand in Hand“, alle zögen „an einem Strang“. Das Team beschreibt Koch als „friedlich und fröhlich“. Es seien schon viele neue Freundschaften entstanden. Die positive Stimmung der ehrenamtlichen Helfer übertrage sich auf die Bedürftigen. „Ich freue mich, wenn die Kunden gut drauf sind und auch mal lachen“, sagt Koch.

Die Helferin hat ein Konzept entwickelt, um mit dem schweren Schicksal anderer Menschen persönlich klar zu kommen. „Man darf nicht alles so nah an sich herankommen lassen“, rät die 65-Jährige. Für die Zukunft wünscht sie sich noch „mehr engagierte, fröhliche Helfer“. „Generell finde ich aber, dass es in Schenefeld unheimlich viel ehrenamtliches Engagement gibt“, sagt Koch und bezieht sichdabei besonders auf die Helfer von Flüchtlingscafés und Glücksgriff.

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