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Pinneberger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 21:46 Uhr

Hilfe vor Ort : Engagiert und mittendrin

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Beim Partnerclub der Lebenshilfe Schenefeld setzen Menschen mit Behinderung selbst Projekte um.

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2015 | 12:15 Uhr

„Wir wollen Menschen mit und ohne Behinderung zur Eigenständigkeit bringen“, beschreibt Christian Nahrwold die Grundidee des Partnerclubs der Lebenshilfe Schenefeld. Seit 1990 ist er ehrenamtlich beim Lebenshilfe-Partnerclub als Jugendwart tätig. „Unsere Mitglieder sollen selbst Projekte anregen und zusammen mit den festen Mitarbeitern umsetzen. Sie sollen selbstbestimmt leben und ihr eigenes Freizeitprogramm gestalten“, sagt Nahrwold. Vor fünf Jahren entstand so das integrative Spielefest. In diesem Jahr wurde erstmals der Inklusionslauf durchgeführt. Im kommenden Jahr sollen beide Veranstaltungen im Stadion Achter de Weiden vereint werden (diese Zeitung berichtete).

50 Mitglieder zählt der Partnerclub aktuell, der sich an Menschen mit und ohne Behinderung richtet. Ab 14          Jahren kann man mitmachen. Zwei Mal in der Woche treffen sich die Mitglieder. Schwimmen, Kegeln, Billard, Tischtennis, Bowlen, Minigolf, Kino, Spiele- oder Discoabende sowie Ausflüge zu Fußballspielen, zum Hafengeburtstag oder anderen Zielen sind nur einige Angebote. „Wir richten uns komplett danach, was unsere Mitglieder machen wollen“, sagt Nahrwold. Derzeit würden weitere aktive Mitarbeiter für den Jugendvorstand, das Discoteam oder für die Begleitung von Veranstaltungen gesucht. „Wir unterstützen die Mitglieder auch bei der Fortbildung“, so Nahrwold. In Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring (KJR) könne beispielsweise der Jugendleiterschein absolviert werden.

„Natürlich steht der Inklusionsgedanke bei uns im Mittelpunkt. Wir wollen Menschen mit Behinderungen ganz normal im Leben integrieren“, sagt Nahrwold. Dies gelte auch für die Arbeit innerhalb der Stadt. „Wir arbeiten ganz eng mit vielen anderen Vereinen zusammen, die uns auch bei Veranstaltungen unterstützen und wo wir uns selbst engagieren“, so Nahrwold. So ist die Freiwillige Feuerwehr ständiger Begleiter des integrativen Spielefests. Aber auch der Partnerclub gern gesehener Gast auf der Wache. Nahrwold ist sich sicher: „Inklusion ist nicht nur ein Wort, sondern wird in Schenefeld gelebt.“

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