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Pinneberger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 07:21 Uhr

Endlich draußen toben

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

In der Kita „Lütte Prisdörper“ gibt es nun eine Abtrennung zwischen den Elementar- und den Krippenkindern. Das bedeutet für die Jüngsten: Sie dürfen wieder auf dem Außengelände spielen.

von
erstellt am 01.Apr.2017 | 15:03 Uhr

Endlich ist es soweit: Das Wetter wird frühlingshaft und die Krippenkinder der Kita „Lütte Prisdörper“ dürfen draußen spielen. Dies war lange Zeit nicht so. Im September hatte die Unfallkasse eine fehlende Abtrennung des Krippenbereichs bemängelt. Die unter dreijährigen Jungen und Mädchen hätten zu den Spielgeräten für die großen Kita-Kinder gelangen können (unsere Zeitung berichtete). Die Konsequenz: Die Sandkiste war für die kleinen Kinder erstmal tabu, da bei Unfällen die Kita-Leitung persönlich gehaftet hätte. Nun wurde der Zaun errichtet. Knapp 60 Zentimeter ist er hoch, braun, aus Holzbrettern. „Wir hatten erst überlegt, Gucklöcher in den Zaun zu schneiden, diese könnten jedoch als Aufstiegshilfe genutzt werden und damit den eigentlichen Nutzen wieder aufheben“, sagt Bürgermeister Rolf Schwarz (BBP).

Kurz nach dem Aufbau nahmen die Kinder das Außengelände wieder in Beschlag. Beide Seiten des Zaunes werden von den Mädchen und Jungen bereits mit Kreide verziert. „Wenn die Unfallkasse ihr O.K. gegeben hat, werden wir vom Förderverein den Zaun außerdem gestalten. Wie genau werden wir noch sehen“, sagt Christine Hoyer, Vorsitzende des Eltern- und Trägervereins der Einrichtung.

Der Zaun habe jedoch bereits jetzt deutliche Auswirkungen auf den Kita-Alltag. „Ein größeres Kind hat seiner Mutter erzählt, dass es durch den Zaun deutlich weniger Streit gibt“, so Hoyer. Das hänge damit zusammen, dass die alte Eiche, die zuvor den Mittelpunkt der Anlage darstellte, nun im Krippenbereich liege und sich nicht mehr darüber gestritten wird, wer dort spielen darf. Außerdem entwickle sich eine Besuchskultur zwischen den unterschiedlichen Alterstufen. „Die Großen hängen über den Zaun und schnacken mit den Kleinen“, sagt Hoyer.

Knapp 2  500 Euro hat die Maßnahme gekostet, denn es mussten nicht nur der Zaun angeschafft und aufgebaut, sondern auch Spielgeräte versetzt werden. „Für jedes Kind müssen wir zehn Quadratmeter Außenspielfläche vorhalten“, erläutert Schwarz. Daher hätte genau berechnet werden müssen, wie groß welcher Bereich sein dürfte. Dies hänge unter anderem mit der geplanten Erweiterung der Einrichtung zusammen (unsere Zeitung berichtete).

Die Spielplatzgestaltung ist nun noch nicht abgeschlossen. Es sollen laut Hoyer noch ein Sonnensegel, eine große Box für Sandspielzeug und eine große Außenspielbank aufgestellt werden.

Auch auf der freizugänglichen Fläche vor dem Kindergarten, dem ehemaligen Schulhof, hat sich etwas getan. Dort wurden die Spielgeräte, die zuvor am Feuerlöschteich standen, installiert. „Damit haben wir hier einen Anlaufpunkt für Familien geschaffen“, sagt Schwarz.

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