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Anstoss - Die HSV-Kolumne : Endlich besser als die Summe der Einzelteile

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

„Nun steht wirklich eine Mannschaft auf dem Platz“, sagt Kommentator Lars Zimmermann nach dem Nordderby am Sonnabend.

Bremen/Hamburg | Erst der überraschende Erfolg gegen Dortmund, nun der Auswärtssieg in Bremen: Die vergangenen Wochen entschädigen HSV-Fans für etliche Qualen in den vergangenen Jahren. Ab und an gewonnen wurde auch früher. Meistens wussten die Spieler aber vermutlich selbst nicht, wie sie die Punkte geholt hatten.

Doch inzwischen mogeln sich die Rothosen nicht mehr zum Sieg, sondern beherrschen den Gegner. Schon jetzt ist deshalb klar: Mit dem Abstieg hat das Team in dieser Saison nichts zu tun. Das allein ist schon ein großer Erfolg, mit dem nach dem verkorksten Start mit der DFB-Pokal-Pleite in Jena und der Packung bei Bayern München nicht zu rechnen war.

Erstaunlich ist vor allem die Souveränität, mit der die Hamburger in Bremen agierten. Der Qualitätsunterschied zwischen den beiden Teams war deutlich zu erkennen, wobei die Partie nach der frühen HSV-Führung für die Bremer eigentlich schon gelaufen war.

Die bemerkenswerteste Entwicklung der vergangenen Wochen: Inzwischen ist die Hamburger Mannschaft häufig besser als die Summe der Einzelteile. Trainer Bruno Labbadia hat eines der größten Probleme der Hanseaten in den Griff bekommen. Die Spieler schaffen es endlich, ihr Potenzial abzurufen.

Auch im Umfeld ist es angenehm ruhig. Die Verantwortlichen um HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer verlieren trotz des Aufschwungs ebenso wie die meisten Fans nicht die Bodenhaftung. Selbst die Kommentare von Investor und Edelfan Klaus-Michael Kühne stören keinen mehr. Dass der in seiner ganz eigenen Welt lebt, ist etwas, mit dem man sich abfinden muss. Sich darüber aufzuregen, ist Zeitverschwendung.

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erstellt am 29.Nov.2015 | 11:02 Uhr

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