Emma beim Bundeswettbewerb

Die SchülerinEmma Schwabe liebt neben Gesang und Klavier auch Familienhündin Rosie.
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Die SchülerinEmma Schwabe liebt neben Gesang und Klavier auch Familienhündin Rosie.

Prisdorferin überzeugt im „Jugend Musiziert“-Landesentscheid in der Kategorie Musical

shz.de von
10. April 2018, 16:00 Uhr

Die 15-jährige Prisdorferin Emma Paula Schwabe singt für ihr Leben gern, hat Klavierunterricht an der Musikschule Pinneberg und besucht die Musical Akademie der staatlichen Musikschule Hamburg. Jetzt hat sie sich in der Kategorie Musical beim renommierten Musikwettbewerb „Jugend Musiziert“ für den Bundesentscheid qualifiziert.

Eigentlich wollte Emma Leistungsturnerin werden. „Ich wollte das unbedingt machen. Dann fand ich es aber irgendwann langweilig“, erläutert die Schülerin. Stattdessen entwickelte sich ihr Interesse für die Musik. Emma bekam Klavierunterricht. Zum Gesang kam sie über ihre fünf Jahre ältere Schwester Klara, die ebenfalls erfolgreich singt und sich mittlerweile an Musikhochschulen um eine Aufnahme zum Studium des Jazzgesangs bewirbt. Beide Schwestern traten regelmäßig im Pinneberger Weihnachtsdorf, beim Pinneberger Musicfestival mit Nachwuchsbühne oder bei „Wake Up Pi“ auf. Größter Auftritt der singenden Schwestern, die bekannte Popsongs interpretierten, war beim Hafenfest in Heiligenhafen.

Dann entdeckte Emmas Schwester einen Castingaufruf für die Hamburger Musical Akademie. Emma nahm spontan teil und wurde angenommen. Seither hat sie an zwei Nachmittagen wöchentlich schulbegleitend Unterricht in Schauspiel, Tanz und Gesang. Workshops an einigen Wochenenden kommen hinzu. „Da habe ich gemerkt: Musical ist genau mein Ding“, berichtet Emma. „Das Singen ist mein Schwerpunkt, aber das allein ist etwas langweilig. Ich finde es toll, wenn es sich mit Tanz und Schauspiel mischt.“

Drei Mal hat sie sich bei der TV-Castingshow „The Voice Kids“ beworben – allerdings ohne Erfolg. Über die erste Auswahlrunde kam sie nicht hinaus. Das verwundert: Denn bei dem renommierten Musikwettbewerb „Jugend Musiziert“ schaffte Emma es nun bis zum Bundeswettbewerb. Das bedeutet, dass sie beim Regional- und Landeswettbewerb jeweils mindestens
23 von 25 möglichen Punkten erreichte. Bewertet wurde dort Schauspiel, das Vermitteln einer „Story“ und Tanz. Nach jedem Wettbewerbsabschnitt erhielt Emma ein Jurygespräch in dem Lob und Kritik geäußert wurde. „Beim Regionalentscheid hatte ich eigentlich keine Story. Das hatte die Jury vermisst. Aufgrund meines sehr guten Gesangs haben sie mich aber doch weiter gelassen.“ Nun übt sie intensiv für den Bundeswettbewerb vom 17. bis 24.  Mai in Lübeck.

Der Wettbewerb bringe sie auch fachlich weiter. „Es wird mir später im Lebenslauf helfen, wenn ich mich für eine professionelle Musical-Laufbahn bewerbe“, sagt Emma. Und das möchte sie auf jeden Fall. Einen Plan B gibt es nicht. Noch dieses Jahr strebt sie ihren Realschulabschluss an. Und dann soll es nur noch um Singen, Tanzen und Schauspiel gehen.

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