Soziales Engagement : Eltern spendieren neues Klavier für die Ellerbeker Hermann-Löns-Schule

Feierlicher Moment: Philipp und Corinna Müller enthüllten das neue Instrument, das sofort ausprobiert wurde.
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Feierlicher Moment: Philipp und Corinna Müller enthüllten das neue Instrument, das sofort ausprobiert wurde.

Zusätzlicher Musikunterricht an der Schule wird von der Gemeinde unterstützt.

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09. Januar 2018, 17:00 Uhr

Ellerbek | Es war ein Moment, in dem die Musikis der Ellerbeker Hermann-Löns-Schule die Luft anhielten: Corinna und Peter Müller, Eltern eines Schülers, enthüllten das nagelneue Klavier, das sie der Schule spendiert haben. „Wir teilen gern, was wir haben“, begründet der Vater schlicht die großzügige Spende.

Die Idee entstand während eines Elterngesprächs mit Schulleiterin Thorina Nielsen. „Unser altes Klavier ist schon ziemlich in die Jahre gekommen und klang trotz häufigen Stimmens nicht mehr so schön“, berichtet Nielsen. Schon länger habe es Überlegungen gegeben, wie das Instrument zu ersetzen sei. „Als Herr Müller dann fragte, ob er noch etwas für die Schule tun könne, habe ich ganz vorsichtig nach einem Zuschuss für ein neues Klavier gefragt“, so Nielsen weiter.

Die Eltern überlegten nicht lang und spendierten statt eines Zuschusses gleich ein neues Piano mitsamt passendem Hocker. „Einer der bewegendsten Momente im vergangenen Jahr war die Aufführung der Musikis beim Adventsbasar“, erläutert Corinna Müller. Mit Tränen in den Augen und voller Bewunderung habe sie den Auftritt verfolgt. „Es ist so toll, was hier an der Schule an Musikunterricht angeboten wird, das unterstützen wir gern“, betont die Mutter.

Nielsen berichtet, dass die Schule zuletzt für Aufführungen ein Klavier ausleihen musste, damit es nicht schräg klingt. „Auch ich bin immer wieder davon beeindruckt, was sich unsere Kinder auf der Bühne trauen. Das ist schon ganz enorm“, so die Rektorin.

Möglich macht dies das Engagement von Musikpädagogin Ruth Bednarski-Köller. Sie bietet nicht nur zusätzlichen Instrumentalunterricht an der Schule an, sondern leitet auch die Musikis, die alle zwei Jahre ein selbst geschriebenes Musical auf die Bühne bringen. „Inneres Erleben adäquat so nach außen tragen, dass der Andere es auch versteht – das ist das, was im Schauspiel und auch beim Singen passieren soll“, erklärt Bednarski-Köller. Und setzte sich dann erst einmal an das neue Klavier, um mit den Kindern ein einstudiertes Lied vorzutragen.

„Ich bin in Ellerbek aufgewachsen und zur Schule gegangen“, berichtet Philipp Müller. Vor einiger Zeit unterstützte er mit Hilfe seiner Stiftung die Musicantis des Ellerbeker Kindergartens. Das Projekt, in dem Senioren gemeinsam mit Kita-Kindern singen und Bewegungsspiele lernen, hätte sonst eingestellt werden müssen. „Jetzt war die Schule dran. Geld für sich allein ist nichts wert – es ist nur dann wertvoll, wenn es für etwas Sinnvolles eingesetzt wird“, so seine Überzeugung.

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