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Quickborn : Eltern sind gegen Umzug der Goethe-Schule

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Sorgen um angespannte Finanzlage. Brief an Bürgermeister und Politik.

von
erstellt am 18.Nov.2014 | 10:00 Uhr

Quickborn | Neuer Vorstoß des Schulelternbeirats der Quickborner Goethe-Schule: „Alle Kinder, Eltern und Lehrer wollen den derzeitigen Standort erhalten“, sagt Ernst Stilke vom Vorstand des Schulelternbeirats. Deswegen haben sie einen Brandbrief (Appell) an Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) und die Politik verfasst.

Zum Hintergrund: Die Schüler der Goethe-Schule sollen nach Abschluss der Sanierungsarbeiten im Schulzentrum-Süd in die dort frisch renovierten Räume ziehen. Doch bislang hat die Politik die geplanten Sanierungsvarianten noch nicht beschlossen, weil es zu einer Kostenexplosion gekommen ist.

Genau daran setzt die Argumentation des Schulelternbeirats an: „In Kenntnis der Haushaltslage der Stadt Quickborn ergibt sich für die Elternschaft der Goethe-Schule die Frage, ob eine Verlegung der Goethe-Schule, wie bisher geplant, nicht die finanziellen Ressourcen der Stadt überschreitet“, heißt es in dem Schreiben an die Stadt. Aus dieser Sorge heraus bittet der Elternbeirat um eine Gegenüberstellung der Kosten für den Standort der Goethe-Schule im geplanten Schulzentrum mit denen für eine Sanierung am jetzigen Standort in der Goethe-Straße.

„Das Elsensee-Gymnasium benutzt schon lange alle Räume und Fachräume, die für die Grundschule vorgesehen sind – und zwar ohne Umbau- und Ausbauvarianten. Warum auch nicht?“, sagt Stilke. Das Elsensee- Gymnasium bräuchte diese Räume dringend, Raumplanung nach Schülerzahlen hin oder her. Die Goethe-Schule mit ihrem Außengelände sei hingegen absolut kindgerecht. „Das alles liegt bei einem Umzug in das geplante Schulzentrum-Süd nicht vor“, sagt Stilke. Der Schulelternbeirat gehe davon aus, dass die geplanten Baumaßnahmen bei 40 Millionen Euro liegen werden. Das werde schon an der Haushaltslage und damit an den Einsprüchen der Kommunalaufsicht scheitern.

Unterdessen gibt es eine Antwort von Ralf Gercken vom Team Strategie-Management auf den Brandbrief: Gercken weist darauf hin, dass die FDP bereits einen Vorstoß gemacht habe, die Goethe-Schule am alten Standort zu belassen. „Der FDP-Antrag wurde in der Ratsversammlung am 16. Dezember 2013 mit sieben zu 19 Stimmen abgelehnt“, erinnert er.

Und Bürgermeister Köppl erklärte gestern, dass es zu der Initiative der Elternvertretung eine abschließende politische Beratung gegeben habe. „Ohne einen politischen Auftrag wird es seitens der Verwaltung keine weitere Befassung geben“, sagte er.

Es wird Mitte Januar eine weitere politische Beratung über die Sanierung des Schulzentrums-Süd geben. Ein genauer Termin steht jedoch noch nicht fest. Thema sind die Instandsetzung der Schulgebäude (Elsensee-Gymnasium und Realschule)  sowie der Bau des Zwischengebäudes. Die Kosten für die Erneuerung liegen laut Angabe der Verwaltung bei 15, 4 Millionen Euro für die Schulgebäude ohne Varianten. Die Erneuerung der Sporthalle hat die Politik im Oktober auf den Weg gebracht: Wegen des klammen Haushalts hat man sich statt eines Neubaus für eine  kostengünstigere Sanierungsvariante entschieden. Die Kosten belaufen sich nun auf 2,4 Millionen Euro. Nach den Sommerferien 2015 soll mit den Arbeiten begonnen werden.
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