Schul-Chaos in Pinneberg : Eltern appellieren an den Minister

Notlösungen sind Alltag: An der Johann-Comenius-Schule in Pinneberg  wird sogar auf den Fluren unterrichtet.  Ulrike Graefken (links), Elternbeirätin der Heuss-Schule,  und Rektorin Uta Holst-Timm hoffen, dass das Kieler Innenministerium notwenidige Sanierungen
Notlösungen sind Alltag: An der Johann-Comenius-Schule in Pinneberg wird sogar auf den Fluren unterrichtet. Ulrike Graefken (links), Elternbeirätin der Heuss-Schule, und Rektorin Uta Holst-Timm hoffen, dass das Kieler Innenministerium notwenidige Sanierungen

Marode Schulen: Andreas Breitner bekommt Post. Eine Allianz der Pinneberger Schulen fordert die Umsetzung des Sanierungsplans.

Avatar_shz von
05. März 2014, 00:00 Uhr

Pinneberg | Ihre Mitglieder haben gekämpft. Und sie haben protestiert. Für Investitionen. Für bessere Unterrichtsbedingungen. Seit Januar gibt es eine Allianz der Pinneberger Schulen. Eltern und Pädagogen mehrerer Bildungseinrichtungen kooperieren, leisten Lobbyarbeit – für Kinder und Jugendliche aus der Kreisstadt. Nachdem die Politik ein Sanierungskonzept für die Schulen auf den Weg gebracht hat, geht der Kampf weiter. Innenminister Andreas Breitner erreichte kürzlich Post aus Pinneberg.

Verfasserin des Briefs ist mit Ulrike Graefen eine Elternbeirätin des sanierungsbedürftigen Theodor-Heuss-Gymnasiums. Und Graefen spricht für alle Schulen. Sie bittet das Innenministerium um dringend benötigte finanzielle Spielräume. Hintergrund: Kiel muss den kürzlich verabschiedeten Etat 2014, in dem sich diverse Baumaßnahmen an Schulen wiederfinden, erst noch genehmigen.

Der Appell der Pinneberger Schulallianz ist leidenschaftlich. Zitat: „Aus dem beschriebenen Sanierungsstau ergibt sich ein massiv gestörtes Schulleben, gekennzeichnet durch zum Teil unwürdige Bedingungen“. Daraus resultiere „ein deutlicher Bildungsnachteil für die Schüler“ in der Kreisstadt. Die Stadt Pinneberg verliere massiv an Ansehen. „Für uns Eltern ist die Umsetzung des Sanierungskonzeptes alternativlos“, so Graefken. Es dürfe Kindern nicht zum Nachteil gereichen, in dieser Stadt beschult zu werden.

Uta Holst-Timm, Sprecherin der Pinneberger Schulleiter, sieht das nicht anders. Sie hofft zudem darauf, dass Land oder Bund neue Schulbau-Förderprogramme auflegen. „Es werden Unterrichtskonzepte vorgegeben, die Kommunen aber baulich im Regen stehen gelassen.“ Die Pinneberger Schulallianz hat sich auch ans Bildungsministerium gewandt. Kreis- und Landeselternbeiräte sind ebenfalls eingeschaltet.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen