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Pinneberger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 09:18 Uhr

Elmshorn: Vergewaltiger muss in Haft

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Aussagen des Täters für Landgericht „lebensfremd“

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2015 | 15:38 Uhr

Das Landgericht Itzehoe hat am Donnerstag einen 32-Jährigen wegen Vergewaltigung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Hamburger, der zum Tatzeitpunkt in Rellingen lebte, vorgeworfen, am 22. September 2014 in der Regionalbahn von Hamburg nach Elmshorn eine 24-jährige Elmshornerin belästigt zu haben.

In Elmshorn sei er zusammen mit dem mutmaßlichen Opfer ausgestiegen und habe die junge Frau vom Bahnsteig Richtung Steindammpark verfolgt. Dort habe er sie in ein Gebüsch gezogen und entkleidet. Einen Fluchtversuch der Frau habe er unterbunden, indem er sie am Fußgelenk zurückzog. Dann soll er die Frau vergewaltigt haben.

„Wir glauben, dass es am Ende so war, wie es die Staatsanwaltschaft angeklagt hat“, sagte der Vorsitzende Richter Eberhard Hülsing bei der Urteilsverkündung. Die Einlassungen des Angeklagten seien aus seiner Sicht kein Geständnis gewesen. Der Angeklagte hatte am ersten Verhandlungstag den Geschlechtsverkehr eingeräumt (diese Zeitung berichtete). Aus seiner Sicht sei dieser allerdings einvernehmlich gewesen. „Ihre DNA wurde am Tatort gefunden. Was hätten sie auch sonst sagen sollen?“, fragte Hülsing. Die DNA-Probe, die bei der rechtsmedizinischen Untersuchung im Universitätsklinikum Eppendorf, sichergestellt worden war, ergab einen Treffer in der Datenbank des Landeskriminalamts (LKA). Dort war der Angeklagte wegen weiterer zwölf Vergehen, für die er zwischen 1999 und 2012 angeklagt worden war, erfasst. Dabei handelte es sich vor allem um Drogen- und Verkehrsdelikte.

„Wir halten die ganze Darstellung des Angeklagten für lebensfremd und unglaubwürdig“, so Richter Hülsing. Die Erinnerungslücken des Opfers aus Elmshorn seien dagegen nachvollziehbar gewesen. Seite 10

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