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Zisch - Zeitung in der Schule : Ellerbeker Schüler besuchen Hamburger Lotsen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Ellerbek | „Die ,Lotsenbrüderschaft Elbe‘ wurde 1954 gegründet“, erklärte Ben Lodemann, Ältermann der Lotsen, der Klasse 4  a der Ellerbeker Hermann-Löns-Schule während deren Besuch in Hamburg. Lodemann wurde am 1. April 2013 zum Ältermann von allen Lotsen der Elbe gewählt. Brüderschaft bedeutet so etwas wie der Zusammenschluss aus Handwerkern, die ohne Wettbewerb zusammen arbeiten. Die Lotsen verteilen die Aufgaben gleichmäßig, so dass es keinen Streit gibt und keine Konkurrenz herrscht. In der Brüderschaft arbeiten 281    Lotsenbrüder. Das ist damit die weltgrößte Brüderschaft. Im Schnitt werden um die 40 Schiffe pro Tag gelotst. 80 bis 100 Jobs sind das pro Tag. Die Elblotsen begleiten die Schiffe elbaufwärts in drei Schichten. Der erste Lotse geht bei der Ansteuerungstonne Elbe 1 weit vor der Elbmündung an Bord. In Brunsbüttel wird gewechselt. Der zweite Lotse begleitet das Schiff bis nach Teufelsbrück. Hier liegt auch die Einsatzleitstelle der Lotsenbrüderschaft. Der dritte Lotse bringt das Schiff bis zu seinem Liegeplatz. Dieser Lotse heißt Hafenlotse. So ergeben sich 6500 Einsätze im Jahr. Die Lotsenschiffe fahren neun bis 30 Knoten, das sind zirka 18 bis 60 Stundenkilometer.

Die Lotsen haben in der Einsatzleitstelle einen Bildschirm. Da sind alle Schiffe zu sehen, die ankommen und wegfahren. Dort können sie gucken, wann der Lotse losfahren muss, um das Schiff zu erreichen.

„Vor vier Jahren ist ein Ausbilder der Lotsen auf eine Lotsenleiter an der Seite eines Schiffes geklettert“, berichtete Lodemann. Die Leiter brach und der Lotse sei hinuntergefallen – zum Glück nur auf das Lotsenboot. Er habe sehr viele blaue Flecken gehabt. Darum müssten die Lotsen immer sehr aufpassen und immer erst testen oder die Leiter auf der anderen Seite nutzen. „Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe“, erklärte der Ältermann seinen Besuchern.

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