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Kindergarten : Ellerbek erhält doch Zuschüsse

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der Bewilligungsbescheid für den Anbau an den evangelischen Kindergarten in Ellerbek liegt vor. Die Baumaßnahmen können nun zügig vorangetrieben werden.

Ellerbek | Es war eine Enttäuschung, die die Ellerbeker Politiker so schnell nicht vergessen werden: Die fest eingeplanten Zuwendungen des Landes und des Kreises für den Anbau an den evangelischen Kindergarten wurden im vergangenen Jahr gestrichen. Statt an die Kommunen floss das Geld zurück in den Landeshaushalt. „Der Frust war unglaublich groß“, berichtete Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP).

Um so größer ist nun die Erleichterung: Vergangene Woche erhielt die Gemeinde den Bewilligungsbescheid der neu aufgelegten Zuschuss-Programme. Vom Land Schleswig-Holstein erhält Ellerbek 450.000 Euro, vom Kreis Pinneberg weitere 61.360 Euro.

An zwei Stellen soll gebaut werden

„Ich habe nach der Absage im vergangenen Jahr intensive Gespräche mit dem Sozialministerium und mit dem Gemeindetag geführt“, erklärte Hildebrand. Dort sei der Fall aus Ellerbek bereits bekannt gewesen. „Die Prognose sei gewesen, dass die Förderprogramme neu aufgelegt würden und damit die Gemeinde gute Chancen habe, doch noch die erwarteten Zuschüsse zu erhalten. „Wir freuen uns sehr, die Zusage nun in der Hand zu halten“, sagte Hildebrand. Die Baumaßnahmen könnten nun zügig umgesetzt werden.

Dabei wird an zwei Stellen am Kindergarten angebaut. Zur Schule hin entsteht Platz für zehn Krippenkinder und in der Lücke zwischen Kita und Clubraum werden 20  Kindergartenkinder zwischen drei und sechs Jahren spielen können. Parallel dazu wird aus dem ehemaligen gastronomischen Betrieb am Rugenbergener Mühlenweg ein Mehrzweckraum, der von den Kindern, die die Offene Ganztagsschule besuchen, tagsüber als Mensa genutzt wird. „Dort können abends zum Beispiel politische Sitzungen abgehalten werden. Der Raum soll aber auch der Volkshochschule sowie Vereinen und Verbänden zur Verfügung stehen“, erläuterte Hildebrand.

Die Ausschreibungen für den An- und den Umbau sollen bis zum Monatsende bereits veröffentlicht sein. „Die Zuschuss-Odyssee hat zu etwa einem halben Jahr Verzögerung geführt“, bedauerte Hildebrand.

Fertigstellung für Herbst geplant

Der ursprüngliche Plan, bereits ab dem Sommer dieses Jahres mehr Kinder aufnehmen zu können, werde nicht eingehalten werden können. Der jetzige Zeitplan sieht den Baubeginn Anfang April vor. „Die Hauptarbeiten sollen in den Sommerferien ausgeführt werden“, sagte der Bürgermeister. Wenn alles nach Plan laufe, könne die Fertigstellung in den Herbstferien erfolgen. „Ein exakter Zeitplan soll kommende Woche vorliegen“, kündigte Hildebrand an. Die Plätze werden dringend benötigt: „Kinder haben wir mehr als genug“, sagte Kita-Leiterin Christina Walther. Beide Gruppen würden komplett belegt sein.

Einen positiven Aspekt kann Hildebrand der Misere dennoch abgewinnen: „Der Ärger hat dazu geführt, dass eine Arbeitsgruppe gebildet wurde, um künftig die Antragsverfahren für Zuschüsse zu beschleunigen“, berichtete er. Auch die Entbürokratisierung des Vorgangs sei das Ziel.

„Der Kreis hat dazu eine Koordinatorin, die die Projektsteuerung übernimmt, eingesetzt“, sagte Hildebrand. „Sprint statt Marathon“ sei das Motto, das sich die Arbeitsgruppe gegeben habe. Im Ellerbeker Fall habe dies bereits Wirkung gezeigt: „Die Wirtschaftlichkeitsprüfung datiert vom 30. Januar – der Bewilligungsbescheid wurde nur 14 Tage später ausgestellt.“

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erstellt am 21.Feb.2017 | 16:00 Uhr

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