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New Yorker macht dicht : Elf Prozent Leerstand in Pinneberg

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eine Studie besagt: Pinneberg befindet sich mit knapp über zehn Prozent Leerstand auf demselben Niveau wie die Großstädte Kiel und Lübeck.

shz.de von
erstellt am 11.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Pinneberg | Noch ist offen, wer die Ladenfläche der Modekette ,,New Yorker“ in der Dingstätte 5 übernimmt. Das sagt Jan Christoph Kersig, Eigentümer der Immobilie, auf Anfrage dieser Zeitung. Vergangene Woche teilte die ,,New Yorker“-Geschäftsführung mit, dass man die Filialen in Pinneberg und Elmshorn schließe, weil sich das Unternehmen neu ausrichte.

Pinneberg hat mit Leerstand zu kämpfen. Um den Fahltskamp herum, an der Dingstätte, am Rübekamp sowie an der Friedrich-Ebert-Straße stehen aktuell 20 Objekte leer. Das jedenfalls geht aus einer aktuellen Studie hervor, die das Stadtmarketing und das City-Management der Kreisstadt erstellt und der Politik vorgelegt haben. Untersucht wurden dabei ausschließlich Gebäude mit Relevanz für den Einzelhandel – insgesamt 180 Objekte – und dabei konkret die Erdgeschossbereiche.

Mit elf Prozent Leerstand liegt Pinneberg dabei etwa auf dem Niveau von Kiel oder Lübeck, hinkt im eigenen Kreis aber deutlich hinter Städten wie Wedel oder Elmshorn zurück. Als ,,gesund“ gelte eine Quote von maximal fünf Prozent. Ein großes Problem – für das aus Sicht von City-Manager Dirk Matthiessen Kommunikationsprobleme mitverantwortlich sind. ,,Manche reagieren nur sporadisch, andere gar nicht auf Anfragen. Zu einigen gibt es nicht einmal einen Kontakt“, berichtet Matthiessen. Das betreffe beispielsweise die Gebäude am Fahltskamp 3, am Rübekamp 7 sowie an der Dingstätte 44, gleich neben dem neueröffneten Skate-Shop – dem einzigen Beispiel, bei dem die Stadt im vergangenen Halbjahr Leerstand in der Fußgängerzone beseitigen konnte.

„Wir haben nach wie vor zu hohen Leerstand und müssen daran arbeiten, den Branchenmix zu verbessern und die Leerstände dauerhaft zu beseitigen“, sagt Wirtschaftsförderer Stefan Krappa. Jeder Leerstand sei einer zu viel. Das zu ändern, hat sich auch Matthiessen fest vorgenommen. ,,Wir müssen dahin kommen, dem Leerstand bereits entgegenzutreten, wenn dieser nur droht, aber noch nicht da ist“, sagt er. Für solch eine ,,Leerstands-Ampel“, wie er es nennt, sei aber ein enger Kontakt zu den Eigentümern eine zwingende Voraussetzung.

Hoffnung setzt der City-Manager darüber hinaus auch in das neue Sparkassen-Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße, in dessen Erdgeschoss nach der Fertigstellung im kommenden Jahr Einzelhandel ziehen soll. Die Flächen sind zum Teil bereits vermietet. ,,Das könnte sich auf die gesamte Innenstadtentwicklung positiv auswirken“, betont Matthiessen. Und Kersig betont, dass ein großes Interesse an seiner Ladenfläche bestehe.

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