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Richtige Stimmung am richtigen Ort : Elektro-Duo „Ampris“ - Musik auch über Distanzen hinweg

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Elmshorner Jesko à Tellinghusen und André Ma’mun machen als Duo „Ampris“ elektronische Musik – auch über Entfernungen hinweg.

Elmshorn | Die Vorurteile gegenüber elektronischer Musik sind oft groß. Die Argumente: Das könne ja jeder, dafür müsse man kein Instrument mehr spielen – Musik aus der Dose eben. Die Elmshorner Jesko à Tellinghusen und André Ma’mun, die sich in ihrer musikalischen Konstellation „Ampris“ nennen, haben sich nach vielen gemeinsamen Jahren des Musizierens in der elektronischen Musik gefunden und erklären, was für sie den Reiz dieser Richtung ausmacht.

Dabei fing der Weg zur gemeinsamen Musik auch bei Jesko und André ganz klassisch an. Die beiden lernten sich in der Schule kennen. Mit der Band „Half a Holiday“ zogen sie drei Jahre lang erfolgreich durch das regionale Musikleben. Als die Band sich auflöste, beschlossen die beiden Musiker, zu zweit weiter zu machen, tauften sich zuerst „Jesko Caine & Ma’mun“, urteilten irgendwann , dass sich das niemand merken könne und wurden letztendlich im Jahr 2016 zu „Ampris“.

Und „Ampris“ ist sicherlich kein klassisches Musikgespann – das fängt schon mit der Definition an. Jesko und André bezeichnen sich als „musikalisches Projekt“ oder auch als „musikalischen Act“, Auftritte geben sie eigentlich keine und erzeugen ihre Musik primär mit dem Computer, beide studieren Musikproduktion – Jesko in Osnabrück und André in Hamburg. Dass sich an dieser Stelle ganz neue Möglichkeiten und Freiheiten für die Musik im Ganzen ergeben, haben die beiden schnell erkannt. Der Entstehungsweg ihrer eigenen komponierten Songs beginnt oft mit Synthesizer, mit „Sounds aus dem Rechner“, danach singt André die Gesangsmelodie ein und zusammen experimentieren, schrauben und pitschen sie am Gesamtklang, mal zusammen, mal jeder für sich – eine Art digitales Musizieren, das auch auf die Entfernung funktioniert und viele musikalische Möglichkeiten bietet.

Das Wichtigste sei ihnen aber der Gesamtklang, sagen Jesko und Andreé, denn auch technoide Musik könne Emotionalität und Stimmung generieren – bei der aber die Gesamtatmosphäre im Vordergrund steht. Zur richtigen Zeit und am richtigen Ort die richtige Stimmung kreieren zu können, sei ein Hauptanliegen der elektronischen Musik, findet André. Dennoch stehen bei „Ampris“ klassische Kompositionsprozesse im Vordergrund: systematisch und durchdacht, metaphorische Texte, klare Gesangsmelodien – es geht immer darum, ein positives Lebensgefühl zu erzeugen, geprägt von Melodie und Rhythmus.

Und das kommt richtig gut an. Das Duo hat bei Facebook über tausend Fans, weit über die Grenzen von Elmshorn hinaus. Dass Jesko und André mit ihrer Musik weiter Erfolg haben möchten, ist für sie klar. Denn primär ist die elektronische Musik auch ein kommerzielles Produkt und die beiden Musiker nutzen nicht nur ihre künstlerischen Fähigkeiten, sondern auch ihr digitales Können, um weltweit den Menschen ihre Musik auf den gängigen Streamingportalen und digitalen Kanälen zugänglich zu machen. Neben Erfolgen in der Musikproduktion kann es sich Jesko eher vorstellen, als Songwriter zu arbeiten und André möchte einen Mittelweg zwischen Studioarbeit und Bühnenwelt finden. Für beide ist klar, dass sie im Experimentieren mit dem Klang ihr Ding gefunden haben.
 

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erstellt am 24.Feb.2017 | 16:00 Uhr

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