zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 01:46 Uhr

Kreis Pinneberg : Elektro-Bus ist zu teuer

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Verkehrsgesellschaft wollte ein Fahrzeug für 650.000 Euro anschaffen.

shz.de von
erstellt am 18.Aug.2014 | 09:00 Uhr

Pinneberg | Es ging um viel Geld. 650.000 Euro hätte ein neuer, elektrisch angetriebener Gelenkbus gekostet. Die Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP) wollte das Fahrzeug anschaffen. Landrat Oliver Stolz hatte aufgrund der Kosten Bedenken. Er lud die Vorsitzenden der im Kreistag vertretenen Fraktionen zur Krisensitzung – und die zogen die Reißleine. Folge: Der Bus wird nicht angeschafft.

Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte Landrat Stolz den Vorgang. „Die KViP hatte überlegt, einen Gelenkbus anzuschaffen“, sagte er. Allerdings wäre der Bus eines chinesischen Herstellers derzeit noch nicht auf den Straßen des Kreises einsetzbar, unter anderem wegen deutscher Sicherheitsanforderungen. „Das Wagnis war uns zu groß“, sagte Stolz. Darüber habe bei allen Fraktionen Einigkeit geherrscht.

200.000 der 650.000 Euro hätte eventuell das Land übernommen. Den Rest hätte die KViP und damit der Kreis – der mit 52 Prozent Mehrheitsgesellschafter ist – übernehmen müssen. Der Aufsichtsrat der KViP, so hieß es, habe die Entscheidung nicht treffen wollen und sich deshalb an den Landrat gewandt.

Da die Verkehrsgesellschaft jedoch auf eine schnelle Entscheidung gedrängt habe, bat Stolz zur Sondersitzung. Teilnehmer waren außer dem Landrat und den Fraktionschefs auch Aufsichtsratschef und Geschäftsführer der KViP. Und die Fraktionschefs sagten zum geplanten Elektro-Bus Nein. Wenn der Kreis mit seiner kleinen Verkehrsgesellschaft eine Vorreiterrolle bei der Einführung dieses Busses einnehmen solle, müsse sich der Hersteller an den Kosten beteiligen, so die Politiker.

Trotz der Ablehnung dieser Investition seien sich aber alle Teilnehmer der Sitzung einig gewesen, weiterhin im Kreis Pinneberg auf Elektromobilität setzen zu wollen, erklärte der Landrat.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen