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Musical-Projekt in Pinneberg : Elbphilharmonie in 21 Szenen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Etwa 100 Schüler des Pinneberger Schulzentrums Nord nahmen am Musical-Projekt „Endlich Elbphilharmonie“ teil.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2015 | 16:30 Uhr

Pinneberg | Auf der Hamburger Baustelle ist es noch nicht ganz so weit, aber auf der Bühne im Schulzentrum Nord stand die spektakuläre Eröffnung gerade bevor: Vor ausverkauften Zuschauerreihen in der Turnhalle sollte die Elbphilharmonie eingeweiht werden.

Ehe es soweit war, mussten erst einmal Obdachlose vertrieben werden, die sich dort eingenistet hatten. Ebenso eine jugendliche Band, die in dem Prachtbau klammheimlich einen Proberaum betrieb. Und nicht zuletzt eine quicklebendige Mädchengruppe auf einem improvisierten touristischen Rundgang durch Hamburgs Weltwunder an der Elbe. Aber alle wollten lieber das steife Eröffnungszeremoniell auf ihre Art ordentlich aufmischen. Dagegen war der Sicherheitsdienst machtlos.

Das war das Szenario, das den achten Jahrgang des Schulzentrums fast eine Stunde lang nicht zur Ruhe kommen ließ: 21 Szenen stellten sie auf die Beine. Darunter Tänze, Songs und wilde Verfolgungsjagden. Es war atemberaubend.

Maike Johannsen hatte das Musical-Projekt der Hamburger Stahlberg-Stiftung in den Pinneberger Norden geholt. Dabei geht es darum, bis zu 100 Kinder innerhalb von fünf Tagen zu einem Musical-Ensemble zusammenzuschweißen. Am Montag brauchen sie noch gar nichts zu können, am Freitag ist Premiere. Das bewerkstelligten vier Profis der Stiftung, Carolin Güneri, Steffi Irmen, Anne Welte und Jacqueline Batzlaff. Nach einem tosenden Schlussapplaus beschrieben sie lächelnd die Verwandlung: „Montag haben die Kinder noch genörgelt, was der Quatsch eigentlich solle, am Ende der Woche sind sie Feuer und Flamme für ihr Spiel.“ Das demonstrierten die Bühnenstars der Zukunft auch sofort mit einem temperamentvoll geklatschen und getrampelten Dankeschön an ihr Produktionsteam.

„Unter Zeitdruck arbeiten, an Grenzen stoßen und sie überwinden, in einer Gruppe arbeiten, sich einbringen, auch gegen innere und äußere Widerstände. Und schließlich die eigene Leistung einem kritischen Publikum präsentieren, das alles fördert Selbstbewusstsein, Kreativität, soziale Kompetenz und nicht zuletzt soziale Integration innerhalb eines Jahrgangs.“ So beschreibt die Stahlberg-Stiftung den Sinn ihrer Jugendarbeit. Das Training fordere die Schüler künstlerisch, sportlich und charakterlich und sei genau deshalb so erfolgreich, melden die Veranstalter. Die Stahlberg Stiftung wurde 2002 vom Hamburger Unternehmer Constantin Stahlberg gegründet. Im Fokus der Stiftung steht die Förderung der Kultur und der Jugend.

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