Ekel-Toiletten und nasser Keller

Kein schöner Anblick: Der Keller des naturwissenschaftlichen Hauses 3 stand zeitweise unter Wasser.
Kein schöner Anblick: Der Keller des naturwissenschaftlichen Hauses 3 stand zeitweise unter Wasser.

Generalplaner soll Abhilfe an Pinneberger Gemeinschaftsschule schaffen

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15. Juni 2018, 10:27 Uhr

Dreckige Toiletten, Wasser im Keller und Bauverzögerungen – an der Pinneberger Grund- und Gemeinschaftsschule (GuGs) im Stadtteil Quellental läuft die Sanierung ganz und gar nicht rund. „Wie geht es weiter?“, fragte Nicole Baer von der Elternvertretung während der Einwohnerfragestunde in der Ratsversammlung am Donnerstagabend.

Weil Haus 3 immer noch nicht fertig ist, gebe es keinen Technik-Unterricht mehr. Fünf Jahre in Folge. Dort im Keller, wo sich einst die Technikräume befanden, steht das Wasser zeitweise kniehoch.

Uwe Sehrnd berichtete, dass viele Kinder in der Schule nicht auf die Toilette gehen und lieber aufhalten, weil sie sich vor den Räumlichkeiten ekeln. Ein Arzt habe ihm gesagt, das sei sehr schädlich.

Probleme gibt es auch in dem Gebäudebereich, wo sich früher das Lehrschwimmbecken befand. Dort ist heute ein Teil der Verwaltung untergebracht. Der offene Ganztag soll hier einziehen, sobald Haus 1, das künftige Verwaltungs- und Lehrergebäude, bezugsbereit ist. Bislang ist noch nichts passiert.

Christoph Espelage, Leiter des Kommunalen Servicebetriebs Pinneberg (KSP), gestand ein, dass es sich bei der GuGs baulich um eine Problemschule handele. Es mache keinen Sinn, Gebäude zu sanieren, die möglicherweise abgängig sind.

Zu dem Toilettenproblem erklärte Espelage: „Die Ausschreibungen sind erfolgt. Wir sind kurz vor der Umsetzung.“ Allerdings stellte sich gestern heraus, dass die Toilettenanlagen nicht über das Förderprogramm „Go for Klo“ saniert würden. Es erfolgte keine Anmeldung über das Programm, da hierbei evententuelle Zuschüsse zurück gezahlt werden müssen, wenn man zu dem Schluss kommen sollte, dass die Toilettengebäude in den nächsten Jahren abgängig seien, teilte gestern die Verwaltung der Politik mit.

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