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Austausch : Eisenbahnfreunde Uetersen-Tornesch besuchen Schüler in Bönningstedt

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Am Montag machten sich Vertreter des Vereins auf den Weg, um die Modelleisenbahnanlage, die während der Offenen Ganztagsbetreuung entstand, in Augenschein zu nehmen.

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erstellt am 09.Jun.2016 | 14:00 Uhr

Bönningstedt | Vor drei Wochen besuchten Schüler der Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen die Eisenbahnfreunde Uetersen-Tornesch. Am Montag machten sich Vertreter des Vereins auf den Weg, um die Modelleisenbahnanlage, die während der Offenen Ganztagsbetreuung (OGTS) entstand, in Augenschein zu nehmen.

„Was ihr da ohne Hilfe und Know-how gebaut habt, kann sich wirklich sehen lassen“, lobte sie Rainer Cord, Leiter der Uetrsener Modellbaugruppe und stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Das Angebot der Schule, den Modellbau als Hobby zu betreiben finde er großartig. Ganz nebenbei erweiterten die Schüler dabei ihre Kenntnisse in Physik und übten ihr handwerkliches Geschick. „Es ist nicht einfach, Jugendliche für dieses Hobby zu begeistern“, weiß er aus Erfahrung.

Dass es dieses Angebot überhaupt gibt, ist OGTS-Leiterin Dörte Diedrich zu verdanken. „Ich bin ein ganz großer Eisenbahn-Fan“, sagte sie. Als sie zu Weihnachten eine Modellbahn geschenkt bekam, überlegte sie, wie und wo diese aufgebaut werden soll.

Gemeinsam mit Martina Niehusen, Leiterin des Bönningstedter Kinder- und Jugendzentrums (JuZe) und des Hasloher Jugendraums (JuRa), brütete sie dann die Idee aus, daraus ein neues Angebot für die Nachmittagsbetreuung zu gestalten. „Es war ein Impuls, der sich dann schnell verselbstständigt hat“, beschrieb Diedrich. Während eines Besuchs der Uetersener Modellbautage entstand im März der Kontakt zu dem Verein, der seitdem die Bönningstedter Gruppe mit Rat und Tat unterstützt.

Nach und nach entstand die Landschaft, an der immer weiter gearbeitet wird. „Viele der zehn teilnehmenden Kinder brachten etwas von zu Hause mit – Häuser, Männchen, Autos – so entstand nach und nach unsere Low-Budget-Anlage“, berichtete Diedrich. Spenden von Modellbahn-Besitzern seien deshalb jederzeit willkommen.

Talente einbringen

Faszinierend sei für sie zu beobachten, wie jeder Schüler dabei seine Talente einbringen konnte. „Da sind sehr kreative Ideen umgesetzt worden“, lobte Diedrich. Hier ein akkurat gezeichneter Tennisplatz, dort der typisch norddeutsche Knick, ein Schloss, ein Wasserturm, eine Fabrik, ein Bauernhof, eine Wohnsiedlung und vieles mehr sind so entstanden.

Manchmal half allerdings auch der pure Zufall: „Bela sprühte ein Stück Styropor mit blauem Lack an – es knistere ein wenig, und schon hatte er ein Stück Meer in der Hand“, beschrieb Niehusen. Ursprünglich sei geplant gewesen, die Strecke vom Hamburger Hauptbahnhof nach Bönningstedt zu gestalten. „Aber dann wurde etwas ganz anderes daraus“, sagte Niehusen und lachte.

Bernd-Ulrich Klein, im Verein verantwortlich für die digitale Steuerung, zeigte den Schülern, wie die Züge per Handy-App in Bewegung gesetzt werden. „Nur den Schalter zu drehen reicht heute nicht mehr aus“, erklärte er. Über das Smartphone kann darüber hinaus die Beleuchtung in den Waggons an- und ausgeschaltet werden – und mit der Hupe haben alle richtig viel Spaß“, berichtete Klein.

Als nächstes plant die Gruppe einen Ausflug in die Quickborner Spiel-i-othek. „Dort steht eine große Anlage“, wusste Niehusen. Und zum Abschluss des Halbjahrs geht es dorthin, wo stundenlang immer wieder Neues entdeckt werden kann: ins Hamburger Miniatur-Wunderland.

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