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Ängste auffangen : Einwohnerversammlung in Pinneberg

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Bürgervorsteherin lädt zur Einwohnerversammlung zum Thema Flüchtlinge nach Pinneberg ein.

Pinneberg | Das sind die Fakten: Aktuell gibt es 370 Flüchtlinge aus 21 Ländern in Pinneberg, 15 neue Asylsuchende kommen pro Woche hinzu. Bis Ende 2015 könnten es bis zu 500 sein. „Es ist an der Zeit für eine Einwohnerversammlung zur Willkommenskultur“, sagte Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk (CDU) gestern im Rathaus.

Für Montag, 9. November, lädt sie zur Einwohnerversammlung zum Thema Flüchtlinge ein, obgleich auch andere Themen, die den Bürgern am Herzen liegen, besprochen werden können. Beginn ist um 18.30 Uhr im Ratssitzungssaal, Bismarckstraße 8. Bereits um 18 Uhr öffnet eine begleitende Messe im Foyer, auf der sich die Institutionen vorstellen, die in Sachen Flüchtlinge ehrenamtliche Arbeit leisten: Die Christuskirche ist ebenso dabei wie die Frauenberatung und das Sozialkaufhaus, um nur einige zu nennen.

„Wir wollen die Bürger mitnehmen und ihre Ängste auffangen“, sagte di Racca-Boenigk. „Wir wollen aber auch klarmachen, dass es keinen Anlass gibt, Angst zu haben“, sagte sie. Es seien Sorgen, nicht Ängste, die die Bürger hätten. Transparenz zu zeigen, Fakten zu benennen und zu informieren, darum geht es in der Einwohnerversammlung am Montag, an der auch die Pinneberger Polizei teilnimmt. Rüdiger Ewald, stellvertretender Leiter der Stabsstelle Erstaufnahmeeinrichtungen, wird einen Überblick über die aktuelle Lage in Schleswig-Holstein und das Prozedere bei den Asylverfahren geben.

Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) und Marc Trampe, Sprecher der Stadt, informieren danach über die Flüchtlingssituation in Pinneberg. Trampe wird auch über weitere Planungen zu Flüchtlingsunterkünften berichten. „Derzeit haben wir alle Flüchtlinge dezentral untergebracht“, sagte Trampe. Es sei aber nicht auszuschließen, dass 2016 größere Unterkünfte benötigt werden.

Zum Schluss berichtet Pia Kohlbrock über ihre Aufgaben als Flüchtlingskoordinatorin. Zwischen den Sachvorträgen sind Fragen und Diskussionen erwünscht. Di Racca-Boenigk rechnet angesichts des Themas mit vielen Besuchern im Rathaus.

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erstellt am 04.Nov.2015 | 12:00 Uhr

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