zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

17. Dezember 2017 | 01:55 Uhr

Kreis Pinneberg : Einwandererbund will mehr Geld

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der EWB hat einen Zuschuss von 74.200 Euro beim Kreis Pinneberg beantragt - die Politik reagiert skeptisch auf den Antrag.

von
erstellt am 18.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Es geht um Geld, vergleichsweise um viel Geld: 74 200 Euro möchte der Elmshorner Einwandererbund vom Kreis Pinneberg haben. Doch die Politiker sind skeptisch. Sie verweigerten den Zuschuss und forderten für eine erneute Beratung weitergehende Unterlagen zur Begründung des Antrags sowie detaillierte Darstellung der Aktivitäten.

„Hiermit beantragen wir für die Integrations- und Migrationsarbeit einen Zuschuss von 74 200 Euro“, so der Antrag des Einwandererbunds. Damit sollen Sach- und Personalkosten für „notwendige Projekte, Mitgliedsorganisationen und Mitgliedsvereine, Integrations- und Migrationsarbeit, Völkerverständigung, Fortbildung für Ehrenamtliche im Integrations- und Migrationsbereich, Ehrenamtstage und Öffentlichkeitsarbeit“ bezahlt werden. Mit anderen Worten: Der Einwandererbund bittet nicht um Zuschüsse für ein bestimmtes Projekt, sondern um institutionelle Förderung.

Der Verein, so heißt es in der Begründung des Antrags, fühle sich gemeinsam mit dem Kreis für die Integrations- und Migrationsarbeit verantwortlich. Hayri Öznarin, Präsident des Einwandererbunds, fordert den Kreis auf, den Integrationshaushalt, falls es einen gebe, gerecht zu verteilen. Sollte es einen solchen Haushalt nicht geben, fordert Öznarin den Kreis auf, einen solchen Haushalt einzurichten. Um die Beschleunigung der Integration gemeinsam mit dem Kreis Pinneberg zu gewährleisten und umzusetzen, müsse der Kreis den Einwandererbund „ausreichend und gerecht finanziell unterstützen“, so Öznarin. Sonst sei es zu spät.

Die Politiker im Sozialausschuss des Pinneberger Kreistags waren anderer Ansicht. Er habe Probleme, das Profil der Arbeit des Einwandererbunds zu erkennen, sagte Christian Saborowski (CDU). Dem schloss sich Burghard Schalhorn (KWGP) an. Es gebe mehrere Vereine, die Integrationsarbeit betrieben, ergänzte er. Deshalb, das forderte auch Saborowski, müsse eine Doppelfinanzierung ausgeschlossen werden.

Hans-Peter Stahl (SPD) forderte vom Einwandererbund unter anderem eine detaillierte Darstellung der Aktivitäten und die Zuordnung zu den Aufgaben der Städte und Gemeinden, die dafür den Hauptanteil der Kosten zu tragen hätten. Zudem verlangte er innerhalb der angegebenen Kosten in Höhe von 74 200 Euro eine Ausdifferenzierung der Inhalte und Konzepte sowie eine Darstellung der Verknüpfung der Aufgaben mit dem Integrationskonzept des Kreises Pinneberg. In der vorgelegten Form könne nicht über den Antrag entschieden werden. Die Grünen verwiesen auf das Integrationskonzept des Kreises und lehnten eine institutionelle Förderung ab.

Öznarin sagte zu, die geforderten Unterlagen vorzulegen. Einstimmig beschlossen die Ausschussmitglieder, nach Vorlage der Unterlagen und einer Stellungnahme der Verwaltung erneut über den Antrag zu beraten.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert