Einsatz für Kinder und Radwege

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Neil Lange: Neuer Chef der Jungen Sozialdemokraten

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24. Mai 2019, 16:00 Uhr

Rellingen/Halstenbek | Schon sein Großvater Rolf Lange hat sich für die Sozialdemokraten in Haseldorf eingesetzt. Enkelsohn Neil Lange (Foto) beeindruckte dessen Engagement so sehr, dass er sich künftig als neuer Chef der Jungen Sozialdemokraten Pinnau-Halstenbek engagiert.

„Mein Großvater sorgte dafür, dass sich die SPD in Haseldorf etablierte“, berichtet der 16-Jährige. Gemeinsam mit anderen Parteien sei es ihm gelungen, in Haseldorf eine politische Schlagkraft zu entfalten und sozialdemokratische Grundsätze in der Gemeinde zu verankern.

Lange, Schüler am Wolfgang-Borchert-Gymnasium (WoBo) in Halstenbek, möchte ebenfalls für die Genossen Partei ergreifen und ist dabei, den Verein Junge Sozialdemokraten Pinnau-Halstenbek, voraussichtlich im Juni, zu gründen. „Ich habe mich schon immer politisch interessiert und viel Spaß an Diskussionen gehabt“, erläuterte Lange. Er wolle nun nicht mehr nur reden, sondern auch handeln.

Lange fühlt sich dem konservativen Zweig der SPD zugehörig. Die politische Richtung von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher sagt ihm zu. Der 16-Jährige befindet sich auch in Gesprächen mit dem Rellinger SPD-Chef Christian Zimmermann sowie dem SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Hölck. Mit den sieben weiteren Mitgliedern des zu gründenden Ortsvereins traf er sich mit Bürgermeister Marc Trampe (parteilos). Gesprächsthema: die Radfahrsituation an der Caspar-Vogt-Schule. Das gilt auch für Halstenbek: „Wir möchten Druck ausüben und die Radfahrsituation für Schüler auf dem Weg vom Schützenplatz zum WoBo verbessern“, sagte Lange. Es könne nicht sein, dass Jugendliche ihren Schulweg über faustgroße Steine und Matsch antreten müssten. Mit seinen Parteikollegen möchte er hierzu Unterschriften sammeln sowie mit Bürgermeister Claudius von Rüden (SPD) sprechen, um eine effiziente Lösung zu finden.

„Besonders am Herzen liegt mir, zur Politisierung der Jugendlichen beizutragen“, sagte der Nachwuchspolitiker. Er möchte politikverdrossenen Schülern entgegenkommen und Podiumsdiskussionen in der Schulzeit, auch mit anderen Parteimitgliedern und Experten anbieten. Spannende Themen seien Digitalpakt, Legalisierung von Cannabis und der WoBo-Schulausbau.

Lange plant, sich für Kinder aus weniger gut situierten Elternhäusern einzusetzen. „Es ist unerträglich, dass in unserem reichen Land ein Großteil von Kindern, vor allem im Vergleich zu anderen Ländern wie den Niederlanden und Schweden, in relativer Armut leben“, sagte Lange. Lange weiß als Sohn einer alleinerziehenden Mutter von drei Kindern, wovon er spricht.

Das Thema Ökologische Nachhaltigkeit sei ein weiterer wichtiger Punkt. „ÖPNV- und Radfahrwegausbau müssen Priorität haben“, betont der Schüler mit dem Berufswunsch Volkswirt.

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