Jahresrückblick 2017 : Einigung im Streit um Trägerschaft

Nach zähem Ringen gründeten Ellerbek, Hasloh und Bönningstedt einen Schulverband.
Nach zähem Ringen gründeten Ellerbek, Hasloh und Bönningstedt einen Schulverband.

Die Zukunft der Bildungseinrichtung Gemeinschaftsschule Rugenbergen ist gesichert.

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27. Dezember 2017, 17:00 Uhr

Bönningstedt | Es war eine Nachricht, mit der fast keiner mehr gerechnet hätte: Ellerbek, Hasloh und Bönningstedt haben am 22. Juni vereinbart, am 1. Januar 2018 einen Schulverband für die Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen zu bilden. Die Einigung erfolgte auf den letzten Drücker: Wäre bis 30. Juni keine Lösung zustande gekommen, hätten aufgrund der langen Fristen vorsorglich Kündigungen zum Jahresende ausgesprochen werden müssen.

Doch Schulrätin Adelia Schuldt schaffte es, den seit der Ausamtung der Gemeinden Hasloh und Bönningstedt aus dem Amt Pinnau Ende 2012 schwelenden Streit, beizulegen. Dabei hatte Ellerbek zur Voraussetzung gemacht, zunächst die Vermögensauseinandersetzung zwischen dem Amt und den beiden „abtrünnigen“ Gemeinden zu klären, bevor über die Zukunft der Schule verhandelt werden kann. Hasloh und Bönningstedt sahen dagegen keinen Zusammenhang zwischen den beiden Themen und wiesen entsprechende Forderungen über einen Anwalt zurück.

Ohne Ellerbek wäre ein Schulverband jedoch nicht möglich gewesen: Haslohs finanzielle Lage hätte dies nicht zugelassen und auch Bönningstedt als alleiniger Träger hätte es wohl kaum schaffen können, den Bestand der Schule zu sichern. Eine Kooperation mit Quickborn hatte Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) zuvor ausgeschlossen.

Ellerbek rückte von seiner Position, zuerst einen sauberen Schnitt zu machen und dann über die Trägerschaft zu sprechen, nicht ab – und setzte sich insofern durch, als dass tatsächlich Bewegung in die Verhandlungen kam. In mühsamen Einzelgesprächen konnte Schuldt offenbar die Parteien davon überzeugen, die Emotionen außen vor zu lassen und die Sachfragen in den Mittelpunkt zu rücken.

Für Rektorin Maike Hinrichsen, die zum Schuljahresende in den Ruhestand ging, war dies das „schönste Abschiedsgeschenk“. Damit war der Boden gut vorbereitet für Nachfolger Karsten Gülich, der im November in sein Amt eingeführt wurde. Mit dem Thema „Schulträgerschaft“ wird er sich nicht mehr beschäftigen müssen.

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