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Pinneberger Tageblatt

22. September 2017 | 19:12 Uhr

Eine zweite Heimat für Jugendliche

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Club Nord in Pinneberg feiert sein elfjähriges Bestehen / Deutsch als Zweitsprache im Angebot / 20 Ausflüge im Sommer

Für viele Schüler und Jugendliche aus ganz Pinneberg ist der Club Nord nicht mehr wegzudenken: Jetzt feiert er sein elfjähriges Bestehen. Nach der harten Übergangsphase zwischen dem Brand am ehemaligen Standort im Tennisheim im Februar 2006 und dem Einzug in den Anbau am Schulzentrum Nord im September 2007 hat sich viel getan. „Statt Sozialpädagogik hätte ich lieber Innenarchitektur studieren sollen“, beschreibt Dana Lengwenus, Sozialpädagogin am Schulzentrum Nord, ironisch die Umbaumaßnahmen.

Doch was lange währt, wird endlich gut. Raimund Bohmann, Stadtjugendpfleger der Stadt Pinneberg, beschreibt den Erfolg der Einrichtung so: „Zum Glück gab es die Leute, die Lust hatten, was zu machen und die Lust hatten, die Dinge anzugehen.“

Das Konzept, Bildungsprobleme durch die Jugendarbeit aufzufangen, sei nicht zuletzt dank der Partizipation der Schule aufgegangen, so Bohmann weiter. Ohne diese wichtige Verbindung wäre ein Erfolg wie in den vergangenen Jahren nicht möglich gewesen.

Orke Schwänke, der seit zwei Jahren den Club Nord leitet, freut sich vor allem über die große Resonanz, die das angebotene Programm bei den DaZ-Kindern (Deutsch als Zweitsprache) findet. Da ihr Klassenraum direkt an den Club angrenzt, müssen sie beim Verlassen des Schulgeländes zwangsläufig durch ihn hindurch. „Viele bleiben dann spontan hier und überbrücken die Zeit bis zum Nachmittag mit Tischkickern oder Billard spielen“, sagt Schwänke. Diese Art von „Laufkundschaft“ sei verantwortlich dafür, dass der Club oft gut mit Schülern und Jugendlichen gefüllt sei. „Für viele Kids ist der Club Nord mittlerweile wie eine zweite Heimat“, freut er sich, „sie kommen direkt nach der Schule rein und bleiben bis abends um fünf.“ Für die Außenflächen wünscht sich der Sozialpädagoge weitere Überdachungen, damit der Bereich vor allem im Sommer besser genutzt werden könne.

Im Zuge der Feierlichkeiten spricht Susanne Gilberg-Lemke, stellvertretende Schulleiterin des Schulzentrums Nord, ein Dankeschön im Namen des Kollegiums aus. „Man muss die Kinder in der Freizeit abholen, um Probleme aufzudecken, die im Schulalltag untergehen“, sagt sie. Nachmittags komme man besser an die Schüler heran als im Unterricht.

Auch der Verein Pinneberger Kinder hilft, wo er kann. Mit Spendengeldern wurden neue Sitzmöglichkeiten angeschafft. Vorsitzender Kurt Desselmann sagt: „Die Entwicklung der Kinder zu sehen, ist toll.“

Für den Sommer sind wieder viele Aktionen in Club Nord geplant: Gemeinsam mit Vereinen wird es ein vielseitiges Programm für alle Schüler und Jugendlichen geben, so die Veranstalter. Der Pinneberger Ferienpass bietet zudem die Möglichkeit, an über 20 verschiedenen Ausflügen teilzunehmen.


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