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Pinneberg : Eine Silberne Rose für Jekaterina

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Michael Wenger und seine Partnerin gewinnen den Tanzpreis in Pinneberg.

Pinneberg | „Dieses Jahr ist alles anders“, wurde am Sonnabend bei der 32. Silbernen Rose zum geflügelten Wort. Edgar Hassfurther, Vorsitzender der Tanzsportabteilung im VfL Pinneberg hatte im Vorfeld ein neues, moderneres Konzept angekündigt. Doch machte ihm der Deutsche Tanzsportverband (DTV) einen Strich durch die Rechnung.

Die Jury aus Profitänzer Massimo Sinato mit Ehefrau Rebecca Mir („Germanys Next Top Model“) und Tanzlehrer Lars Leseberg wurde ebenso wenig genehmigt wie die Wertung durch das Publikum. Hassfurther lud die prominent besetzte Jury kurzerhand aus. Das Publikumsvoting behielt er – trotz möglicher Konsequenzen, etwa einer Sperre durch den DTV – bei. Jeder der 290 Besucher erhielt einen Stimmzettel für die eigene Bewertung. „Ich garantiere Ihnen, Sie werden beim Verteilen der Stimmen ins Schwitzen kommen“, so Hassfurther bei seiner Begrüßung.

Oliver Stachetzki und Andrea Pihl aus Berlin, Marek Bures und Anastasiia Iermolenko Khadjeh-Nouri, die Lokalmatadore Nikita Goncharov und Alina Muschalik sowie die Profitänzer Michael Wenger und Jekaterina Perederejeva bestritten den Wettkampf um die Silberne Rose, die von Goldschmied Frank Zemke aus Wedel gefertigt worden war. Kurzfristig hatte Hassfurter mit Daniel Shapilov und Carina Zavline noch ein weiteres Paar aus Pinneberg in den Wettstreit aufgenommen. „Die beiden sind Norddeutsche Meister geworden und dann mussten sie natürlich mittanzen“, so Hassfurther. Mit ihrer Kür, die an den aktuellen Kinohit „Shades of Grey“ angelehnt war, sicherte sich das Paar die Sonderwertung – das „Silberne Röschen“, das Pinnebergs Bürgervorsteherin Natalina Boenigk, der 1. Stadtrat Klaus Seyfert und Uwe Augustin, Vorstand der Volksbank Pinneberg-Elmshorn, überreichten.

Bei der Vergabe der Silbernen Rose fiel das Votum des Publikums eindeutig aus. Mehr als die Hälfte der Stimmen bekam das Profiduo Michael Wenger und Jekaterina Perederejeva. Der zweite Sieg nach 2013. Michael Wenger hatte den Preis bereits mit seiner Partnerin Melanie Ahl 2008 und 2010 gewonnen. Passenderweise war das Paar auch für die Mitternachtsshow verantwortlich, so dass die Besucher mit der Kür „The Great Gatsby“ eine Zugabe der Sieger erhielten.

Noch etwas mehr Applaus und minutenlange Standing Ovations erntete die Lateinformation der Tanzsportabteilung im VfL Pinneberg, die erstmals bei der Silbernen Rose auftrat. Den Wunsch nach einer Zugabe erfüllten die Tänzer und Tänzerinnen nach einer Trinkpause gern und zeigten ihre Kür erneut. Hassfurther nutzte die Gunst der Stunde. „Ich brauche eine Halle. Oder spricht etwas gegen ein Turnier in Pinneberg? Würde uns die Stadt unterstützen?“, fragte er die Bürgervorsteherin. „Im Prinzip ja“, sagte Boenigk ein wenig überfahren. Nach dem Wettkampf wurde die Tanzfläche für die Besucher freigegeben, die bis in den frühen Morgen feierten.

Die Lateinformation der Tanzsportabteilung im VfL Pinneberg wurde im  August 2014 ins Leben gerufen. Trainiert werden die Tänzer von Michael Jahn. Als Tänzer der TSG Bremerhaven wurde er 1984 mit 18 Jahren erstmals Deutscher- und Weltmeister. Vier nationale, fünf Vize-Europameister- und drei weitere Weltmeistertitel kamen hinzu. Zuletzt trainierte er den Braunschweiger TSC, den er von der Landesliga bis in die 1. Bundesliga führte. Die Paare der Formation sind: Michael Bänsch und Julia Beracz, Patrick Davids und Karolina Tomala, Tom Hennig und Johanna Witt, Michael Neumann und Julia Meyne, Ansgar Ritz und Mareike Brümmer, Olaf Steffen und Dorothee Acker, Philipp und Vitalia Yapparova sowie Jan Wingerter und Jasmin Andreaßon.
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erstellt am 02.Mär.2015 | 12:15 Uhr

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