Eine Reise von Ost nach West

Zwei Saiteninstrumente im Dialog: Alexander Paperny (links) spielt seine Balalaika und Satoshi Oba die Konzertgitarre.
Zwei Saiteninstrumente im Dialog: Alexander Paperny (links) spielt seine Balalaika und Satoshi Oba die Konzertgitarre.

Konzert mit Balalaika und Gitarre am Sonntag, 25. Februar, im Ratssitzungssaal / Musik von Japan bis Argentinien, von Klassik bis Tango

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22. Februar 2018, 16:00 Uhr

Einige gespannte Fans haben schon angefragt, wann Alexander Paperny und Satoshi Oba endlich wieder zusammen in Pinneberg auftreten. Am Sonntag, 25. Februar, um 17 Uhr im Rathaussitzungssaal, Bismarckstraße 8, ist es so weit. „From East to West“ könnte das Motto des anstehenden Konzertes des Balalaika-Spielers Paperny und des Gitarristen Oba lauten. Das Duo mit dem Namen „From East“, passend zu seinen Heimatländern Russland und Japan, will die Zuschauer in einer zirka eineinhalbstündigen Vorstellung mit Pause auf eine Reise von Osten nach Westen mitnehmen. Ihre Stilrichtung beschreiben die beiden als Weltmusik.

Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählen sie, dass jeder Abschnitt des Abends seine ganz persönliche Note bekommt. Es beginnt mit klassischen Stücken von Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Sebastian Bach. Weiter geht es gen Osten mit japanischen und russischen Stücken, bevor es am Schluss zurück Richtung Westen nach Südamerika geht.

Die Zuhörer können sich unter anderem auf Werke von Frédéric Chopin und Astor Piazolla freuen. Chopins Nocturnes sind eigentlich schwierige Klaviersolostücke. Und Piazollas Stücke sind argentinischer Tango, unter anderem für das akkordeonähnliche Bandoneon geschrieben. Paperny merkt an: „Ein argentinisches Bandoneon kann man mit einer Balalaika gar nicht vergleichen, da muss ich mir überlegen, wie ich das spielen kann.“ Die Schwierigkeit, so Paperny, liege für ihn vor allem darin, dass es eigentlich gar keine Stücke gäbe, die speziell für die Balalaika komponiert worden seien. Paperny sagt: „Wir schreiben die Stücke alle per Hand um.“ Und weiter: „Das macht uns unverwechselbar, ist aber vor allem für mich auch viel Arbeit.“ Sie sind stolz auf ihre Originalität, die Stücke werden jedes Mal neu erfunden.

Mittlerweile treten die beiden seit über zwölf Jahren regelmäßig gemeinsam auf, sind aber auch als Solisten heiß begehrt und schon international aufgetreten. Die Musiker lehren zusätzlich an der Musikschule Pinneberg.

Wie kommt man zu einem Instrument wie der Balalaika? Paperny erzählt lächelnd von seinen musikalischen Anfängen: „Ich kam schon mit sieben Jahren zur Balalaika. In meiner Heimat Russland ging ich auf Wunsch meines Vaters zur Musikschule und sollte dort ursprünglich Klarinette erlernen. Doch aufgrund von zu kleinen Lippen hätte ich dafür noch einige Jahre warten müssen. Der Direktor der Musikschule zeigte mir dann eine Balalaika und von dem Tag an spielte ich sie ununterbrochen.“ Innerhalb von zwei Jahren hatte er sechs verschiedene Lehrer. Paperny ergänzt: „Später lernte ich auch noch Klavier spielen.“

Satoshi Oba kommt aus Japan, wo die Gitarre eigentlich selten gespielt wird. Oba erzählt: „Ich habe relativ spät, erst mit 13 Jahren, angefangen Gitarre zu lernen. Eine Bekannte aus Hamburg brachte mich dann auf die Idee, für das Studium nach Deutschland zu gehen. In Japan war es nicht möglich, Gitarre zu studieren.“ Der Großteil der Kinder dort lernt entweder Klavier oder Geige, berichtet der Japaner.

Konzerte wie das im Pinneberger Rathaus haben die beiden schon einige gespielt. Oba versichert, dass jedes Konzert etwas Einmaliges sei, sobald die Künstler sich auf demselben Niveau befänden. Paperny schwärmt: „Das besondere an dieser Musik ist, dass sie jedes Mal anders ist. Das bringt Lebendigkeit.“ Wer nichts neues vorzuweisen hat, der werde schnell uninteressant. Das kann den beiden so schnell nicht passieren. Der Eintritt zum Konzert ist frei, um Spenden wird jedoch gebeten. Informationen gibt es online.

www.musikschule-pinneberg.de

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