Hafengeburtstag in Hamburg : Eine Million Partygäste an der Elbe

Schunkeln vor der Elbphilharmonie: Das Schlepperballett am Sonnabend.
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Schunkeln vor der Elbphilharmonie: Das Schlepperballett am Sonnabend.

Waterkant-Spektakel: Windjammer, Schlepperballett und Musik lockten die Massen in den Hafen. Senator kündigt Ausweitung an.

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11. Mai 2015, 10:00 Uhr

Hamburg | Pünktlich zum Finale stimmte endlich auch das Wetter: Bei Sonnenschein und blauem Himmel starteten gestern Nachmittag fast 300 Schiffe zur Auslaufparade des 826. Hamburger Hafengeburtstages. Angeführt wurde das Feld vom polnischen Windjammer „Dar Mlodziezy“, dazu erklang aus den Lautsprechern „Time to Say Goodbye“. Zum Abschied anwesend waren Zehntausende Sehleute am Ufer der Elbe. Besonders am Sonnabend hatte kühles und windiges Wetter auf die Stimmung gedrückt.

Dennoch, so die Veranstalter, hätten an den drei Tagen etwa eine Million Gäste mitgefeiert. Sie ließen sich auch von den Unannehmlichkeiten des Bahn- und S-Bahnstreiks abhalten. „Wir sind sehr zufrieden, der Bahnstreik hat uns wenn überhaupt nur gestreift“, Saskia Jöhnk, Sprecherin der Hamburg Messe und Congress.

Prominenter Gast war das Segelschulschiff „Gorch Fock“, das die Einlaufparade anführte. Auch das Schlepperballett und das Kreuzfahrtschiff „Queen Elizabeth“ waren für viele Besucher Höhepunkte des Hafengeburtstages.

Open Ship auf der „Gorch Fock“. (Foto: HMC)
Open Ship auf der „Gorch Fock“. (Foto: HMC)
 

„Es ist alles so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben“, resümierte Wirtschaftssenator Frank Horch. In den nächsten Jahren sollen für das Fest weitere Stadtteile einbezogen werden. „Wir wollen diesen Volksfestcharakter noch weiter ausweiten“, so Horch. „Weg von der reinen Meile, wo es Bier und Brötchen gibt.“ So wollte man in den kommenden Jahren über die Hafencity hinaus das Hafenfest gestalten.

Bei starkem Wind und Wellengang drehten am Sonnabendabend die Schlepper ihre Pirouetten zu Walzer- und Hardrockklängen. Ausgerechnet zum Beginn des Feuerwerks am Sonnabendabend gab es den einzigen heftigen Regenschauer bei dem Fest. Trotzdem harrten die Zuschauer an den Landungsbrücken bis zum Ende aus.

Mittendrin statt nur dabei: Die Pinneberger Gewinner unserer Hafengeburtstags-Verlosung Heinrich Gut (3. v. links), Susanne Wigger ( 2. v. rechts) und Beate Hollmorgen (rechts) „backstage“ mit Musikern der Gerrit Hoss Band hinter der NDR-Bühne.  (Foto: André Lenthe)
Mittendrin statt nur dabei: Die Pinneberger Gewinner unserer Hafengeburtstags-Verlosung Heinrich Gut (3. v. links), Susanne Wigger ( 2. v. rechts) und Beate Hollmorgen (rechts) „backstage“ mit Musikern der Gerrit Hoss Band hinter der NDR-Bühne. (Foto: André Lenthe)
 

Für kurze Irritationen sorgte gestern Nachmittag die DDR-Hymne, die beim Einlaufen der „MS Stubnitz“ aus Rostock durch die Lautsprecher ertönte. Es liege aber kein Fehler vor, bestätigte Sprecherin Jöhnk.

Der 827. Hafengeburtstag 2016 wird an vier Tagen gefeiert – von Donnerstag bis Sonntag, Himmelfahrt inklusive.

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