zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

25. Juni 2017 | 05:49 Uhr

Eine Lkw-Kabine als Ideenraum

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kunstprojekt„Schule, Wirtschaft, Kunst“: WoBo-Schüler entwickeln Konzept für Ausstellung am Aktionstag

Ein Lkw steht auf dem Gelände des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums (WoBo). 27 Schüler nutzten den Innenraum des Fahrzeugs der Speditionsfirma Göllner als Ideenraum für das Projekt „Schule-Wirtschaft-Kunst“. „Die Jugendlichen haben den Lkw als Raum langsam erobert und von hinten und vorne fotografiert“, erläuterte Florian Huber, der der Künstlergruppe „Feine Menschen“ angehört. Gemeinsam mit seinen Kollegen Mioq Marion Inge Otto-Quoos, Birgit Bornemann und Hannah Rau aus Lübeck, Lehrern und Kulturvermittlern begleitet er das auf sieben Wochen angelegte Projekt.

Beim vom Ministerium angestoßenen Vorhaben handelt es sich um ein Pilotprojekt. „Wir freuen uns darüber, dass wir den Zuschlag bekommen haben“, sagte die regionale Koordinatorin für Berufsorientierung Regina Hübinger. „Wir sind daran interessiert, den Schülern den Zugang zu Betrieben auf eine etwas andere Art zu vermitteln“, ergänzte sie.

Die Zehntklässler entwickelten bei dem „Aktionstag auf und mit dem Lkw“ Ideen für ihre eigene Kunstausstellung. Sie fotografierten den Wagen, drehten dort ein Video und beschlossen, eine Weltkugel zu basteln. Fahrer Volker Pohl empfing die Mädchen und Jungen in seinem Privatraum, dem Fahrerhäuschen. Er versorgte die Jugendlichen mit Geschichten. „Ich finde das Projekt in vielen Bereichen sehr ansprechend“, sagte der Schüler Julian Keese (17) erfreut. Auch wenn er das Fach Kunst eigentlich abgewählt hat, entdecke er die Kunst in gewisser Weise neu für sich.

Mioq startete das Projekt mit einem Workshop. Die Schüler haben bei dem Projekt, das bis zu den Sommerferien läuft, ein wöchentliches Kontingent an Stunden. Weiter ging es mit einem Besichtigungstag durch den Betrieb. Die Schüler sammelten Materialien wie Folien, Staub, Farbe und Pigmente im Unternehmen in Plastikbeuteln.

Die Künstler sowie Kulturvermittlerin Hübinger bereitete die Schüler darauf vor, auf ihre Impulse zu achten und Sachen zu hinterfragen. Wie fühlt es sich an, durch einen Betrieb zu gehen? Wie wird miteinander umgegangen?

Die Schüler sind gefordert, sich mit einer anderen Wirklichkeit auseinanderzusetzen. „Es geht darum, eine Idee davon zu bekommen, was man machen möchte“, erläuterte die Klassenlehrerin. Beim Vorhaben „Schule trifft Kultur – Kultur trifft Schule“ handelt es sich um ein Projekt der Landesregierung Schleswig-Holstein. Die Stiftung Mercator ermöglicht das 4000 Euro teure Projekt im Zuge des Programms Kreativpotentiale. Die Beteiligten veranstalten die Projekt-Ausstellung am 10. und 11. Juli auf dem Gelände der Spedition.


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen