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Pinneberger Tageblatt

29. Mai 2017 | 02:03 Uhr

Eine Liebeserklärung ans Theater

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Premiere„Der nackte Wahnsinn“ ist ein Schauspiel der etwas anderen Art / Erste Aufführung im Schenefelder Forum am 19. Mai

„Der nackte Wahnsinn“: Hier wird den Besuchern gezeigt, was sonst verborgen bleibt. Die Veranstalter versprechen „eine grandiose Liebeserklärung an das Theater und eine herrliche Herausforderung für das Ensemble“. Wer einen Einblick hinter die Kulissen des Theaters wagen möchte, wo sich manchmal ungeahnte Tragödien der Schauspieler abspielen, für den könnte diese Komödie von Michael Frayn etwas ein: Am Freitag, 19. Mai, ab 19.30 Uhr im Forum am Schulzentrum, Achter de Weiden 30, lädt das Theater Schenefeld zur Premiere seines neuen Stücks ein.

Das Spezielle an diesem Bühnenstück, welches zuletzt im Thalia- und im Ohnsorg-Theater gespielt wurde: Die Zuschauer erhalten auf unterhaltsame Weise einen direkten Einblick in das, was sich im Leben der Schauspieler jenseits der Bretter abspielt. Dabei geht es um die kleinen und großen Dramen der Ensemble-Mitglieder und das turbulente Geschehen hinter der Bühne. Der Schenefelder Theaterleiter Michael Matthiesen, der seit einigen Jahren mit großer Leidenschaft für das Schauspielen die Theatergruppe anleitet, beschreibt das Stück als „einzigartige Inszenierung, in der dem Zuschauer gezeigt wird, was sonst verborgen bleibt“.

Zum Inhalt: Chaos pur. Die Truppe eines Tourneetheaters steht mit der Komödie „Nackte Tatsachen“ unmittelbar vor der Premiere und nichts klappt. Kein Wunder, dass allmählich nicht nur die Nerven des Regisseurs blank liegen, wenn Dotty zum x-ten Mal ihr Requisit vergisst, Selsdon vom Alkoholkonsum abgehalten werden muss und Brooke schon wieder ihre Kontaktlinsen verloren hat. Und dabei hätten alle mit dem turbulenten Bühnenspaß, den sie proben, mehr als genug zu tun: Haushälterin Mrs. Clackett will es sich im Haus ihres Arbeitgebers vor dem Fernseher gemütlich machen, als Makler Roger Tramplemain auftaucht, der es sich mit seiner Geliebten Vicki im Bett gemütlich machen will. Kaum hat Mrs. Clackett dieses Problem gelöst, kreuzen die Hausbesitzer Mr. und Mrs. Brent auf, die eigentlich, auf der Flucht vor der Steuerfahndung, in Spanien sein sollten.

Zum Hintergrund des Stücks erläuterte Matthiesen: „Es ist ein ständiges, chaotisches Hin und Her mit vielen Eifersüchtelein. Dabei fallen die Darsteller aus ihrer Rolle heraus. Ein einmaliges Erlebnis für die Zuschauer.“ Das Stück richte sich an alle Altersgruppen und an jeden, der Lust habe, seine Lachmuskeln durch eine besondere Inszenierung zu beanspruchen, so Matthiesen.

Seit 20 Jahren sei geplant gewesen, die Komödie „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn in Schenefeld auf die Bühne zu bringen. Alle Umstände passten nun, um das Stück umzusetzen, entschied Regisseur Hans Jürgen Heller.

„Ein leichter Weg war es bis hierher nicht“, bemerkt Matthiesen. Nicht nur das Bühnenbild entpuppte sich als besondere Herausforderung. Dieses entwarf er zusammen mit einem Bühnentechniker. Dafür wurde eine rollende Bühne mit insgesamt sieben Türen gebaut. „Logistisch betrachtet gab es dabei so einige Schwierigkeiten,“ sagte Matthiesen. Aber auch dem neunköpfigen Ensemble habe das Lustspiel eine Menge abgefordert.

Seit Januar wurde zweimal wöchentlich geprobt. Zusätzlich fanden an einigen Wochenenden Probeworkshops statt. Matthiesen verrät: „Für die Schauspieler erwies sich die Umsetzung des Inhalts als große Herausforderung. Aber alle Strapazen haben sich gelohnt.“

Wie jedes Jahr reisen Mitglieder der Theatergruppe nach den Auftritten in Schenefeld als Gastspieler nach Helgoland. Dort wird die Inszenierung Ende Juni noch einmal zu sehen sein.

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