Eine Kita wird runderneuert

Noch stehen die Gerüste. Doch Fassaden- und Dachdämmung sind fertig, der bisherige Eingang (links) wird zum Notausgang umgewandelt.  Fotos: Dietmar Vogel
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Noch stehen die Gerüste. Doch Fassaden- und Dachdämmung sind fertig, der bisherige Eingang (links) wird zum Notausgang umgewandelt. Fotos: Dietmar Vogel

Sanierung bis Herbst: 995 000 Euro fließen in die Kita Erlöserkirche / Neue Räume für zehnköpfige Krippengruppe ab September

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29. Juli 2019, 16:00 Uhr

Halstenbek | Es riecht nach Farbe. Doch die wenigen Kinder von insgesamt 70, die aktuell in den Sommerferien durch die Flure der Kita Erlöserkirche am Halstenbeker Rathausvorplatz flitzen, stört das keineswegs. Auch nicht die Elektriker, die Hand anlegen an Kabel, Schalter und Steckdosen. Die Drei- bis Sechsjährigen der kirchlichen Einrichtung mit zweifachem Qualitätsmanagement-Zertifikat sind froh, dass ihre 40 Jahre alte Einrichtung runderneuert wird.

Eine Maßnahme, der jahrelange Diskussionen vorausgingen. Bis letztendlich der Startschuss im Februar gegeben werden konnte. Sheila Vigo Garcia betreut als Mitarbeiterin in der Hochbauabteilung im Bauamt das Projekt. Gestern Morgen überzeugte sie sich vom Fortschritt der umfangreichen Sanierungsaktion.

Wenn voraussichtlich im Spätherbst Gerüste, Container und Handwerker verschwunden sind, ist viel passiert. „Fassade und Dach haben eine neue Dämmung bekommen, moderne Fenster wurden eingebaut“, beschreibt Vigo Garcia die sichtbaren Veränderungen. Und die werden vor allem im ehemaligen Komplex der Bücherei Ort erkennbar: Ganze Wände wurden versetzt, um die Raumaufteilung neu zu strukturieren. Denn für die Verwaltung und zwölf Pädagogen mit Besprechungsraum sowie für die neue, zehnköpfige Krippen-Gruppe ab September musste Platz geschaffen werden: Mit zusätzlichen modernen sanitären Einrichtungen für Groß und Klein, Spiel- und Ruheräumen. Wie unsere Zeitung berichtete, stand jahrelang eine Toilette für die Mitarbeiter zur Verfügung, ein Bewegungsraum fehlte. Pastorin Katja Rogmann sagte damals, dass „Kinder bezüglich ihrer Motorik Auffälligkeiten zeigen“ würden. 2014 musste sogar eine Gruppe – die „Tausendfüßler“ – geschlossen werden.

Das ist „Schnee von gestern“. Wenn künftig 80 Kinder und Betreuer durch den neuen Eingang gehen – der alte der ehemaligen Bücherei, Gustavstraße 8 –, sich auf dem um 300 Quadratmeter vergrößerten Außenareal mit Bobbycar-Strecke austoben können, und die Neubepflanzung abgeschlossen ist, dürfte die Genugtuung für jahrelanges Bemühen um mehr Komfort sowie Optimierung der pädagogischen Arbeit sich gelohnt haben.

Dafür zeigten auch drei Geldgeber Verständnis: Von Bund und Land flossen im April 2018 Fördermittel in Höhe von 150 000 Euro, im Mai 2018 zu guter Letzt vom Kreis Pinneberg 51 000 Euro.

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