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Baumschulmuseum in Pinneberg : Eine Hüterin historischer Schätze

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nach zwölf Jahren gibt die Halstenbekerin Hildegard Lunau den Stab an Heike Meyer-Schoppa weiter.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2013 | 16:01 Uhr

Sie steht schon am Tor. Aus ihrem kleinen Büro hat Hildegard Lunau den Wagen die Auffahrt hochkommen sehen. Ein Pressetermin. Ihr letzter, bevor sie ihren Hut nimmt. Als Leiterin des Deutschen Baumschulmuseums. Als Hüterin etlicher Schätze. Als Bewahrerin einer Kultur, die den Kreis Pinneberg geprägt hat. „Ich gehe mit gutem Gewissen“, sagt Lunau. Das Museum sei gut aufgestellt. Mit 77 Jahren sei es einfach an der Zeit, Platz zu machen. „Für junge, neue Ideen.“

Bereits seit 1993 schlägt das Herz von Hildegard Lunau fürs Baumschulmuseum, das einzige seiner Art in Deutschland. Seit 2001, dem Jahr des Umzugs von Prisdorf nach Pinneberg-Thesdorf, leitet die Halstenbekerin das Haus, in dem historische Bücher, landwirtschaftliche Geräte und informative Schautafeln zu sehen sind. Auf Finanzspritzen musste der ebenfalls 2001 aus der Taufe gehobene Förderverein übrigens weitgehend verzichten. Von der Stadt Pinneberg und dem Kreis habe es noch nie Geld gegeben, so Lunau.

Wie viele Stunden sie im Museum an der Halstenbeker Straße verbracht hat? „Das weiß ich wirklich nicht“, antwortet die 77-Jährige, deren Familie eine Baumschule in Halstenbek führte. Dort, in ihrem Geburtshaus, lebt Hilegard Lunau noch heute. Umgeben von viel Grün.

Geht es nach Hildegard Lunau, muss sich niemand um die Zukunft des Baumschulmuseums, das in einer 600 Quadratmeter großen Halle untergebracht ist, sorgen. Mit Heike Meyer-Schoppa stehe eine kompetente Nachfolgerin bereit. „Eine echte Fachfrau“, so Lunau. Sie wünsche der neuen Chefin „große Gelassenheit und dass sie Chancen bekommt, ihre Ideen umzusetzen.“

Und was macht sie selbst mit ihrer neu gewonnenen Freizeit? „Ich kümmere mich um meine Familie“, antwortet die fünffache Großmutter. Zudem werde sie sich weiterhin der Geschichtswerkstatt der Halstenbeker Volkshochschule engagieren.

Dann ist es Zeit. Hildegard Lunau sagt Tschüs. Bleibt kurz stehen und winkt nochmal. Von dem Tor eines Museums, in dem sie Spuren hinterlassen hat.

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