Veröffentlichung : Eine Gedichtsammlung aus Pinneberg

Sibylle Hallberg an ihrem Arbeitsplatz: An ihrem Schreibtisch entstehen alle Texte – Gedichte und Kurzgeschichten.
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Sibylle Hallberg an ihrem Arbeitsplatz: An ihrem Schreibtisch entstehen alle Texte – Gedichte und Kurzgeschichten.

„Liebe, Leben und Tod“ lautet der Titel der Gedichtsammlung, die Sibylle Hallberg im Eigenverlag publiziert hat.

shz.de von
19. Januar 2015, 16:00 Uhr

Pinneberg | „Liebe, Leben und Tod“ lautet der Titel der Gedichtsammlung, die Sibylle Hallberg im Eigenverlag publiziert hat. „Das sind die zentralen Themen unseres Lebens“, erläutert die Autorin die Wahl des Titels. Zehn Texte hat sie in dem Buch gesammelt, von dem bisher 250 Stück gedruckt wurden. Entstanden seien die Texte in den letzten zehn Jahren. „Ich bin bei Lesungen in der Drostei immer wieder angesprochen worden, ob ich die Gedichte nicht einmal veröffentlichen kann. Diesem Wunsch komme ich mit dem Buch nach“, sagt die Organisatorin des Literaturcafes und Vorsitzende des Fördervereins der Drostei.

„Liebe sehe ich als Antriebsfeder und als Motor allen Lebens“, sagt die 61-Jährige. In ihren Texten beschäftige sie sich mit ihren Gedanken, Sorgen und Ängsten. Auch der Angst, geliebte Menschen zu verlieren. „In unserer leistungsorientierten Gesellschaft kommen mir solche Fragen oft zu kurz“, so Hallberg. Mit ihren Texten – neben Gedichten auch Kurzgeschichten – versuche sie aktuelle Stimmungen und Gefühle in Worte zu fassen. Dabei seien die lyrischen Texte eine besondere Herausforderung. „Ich muss mich kurz fassen, um alles in zwei bis drei Strophen zu vermitteln, denn schließlich schreibe ich ja keine Balladen“, erläutert Hallberg. Dabei versuche sie, passende Reime und ein angenehmes Metrum – den Rhythmus einer Strophe – zu finden. Zudem sollen die Gedichte eine starke Aussage haben und möglichst überraschen. „Es ist ein schönes Gefühl, wenn die Inhalte auch andere ansprechen und vielleicht eine Hilfe sind“, so Hallberg.

Sie versuche das Leben und auch den Tod durch die Texte zu verarbeiten. Da Verse für sie leicht zu merken seien, könne sie diese in bestimmten Situationen abrufen und darin Halt finden. Für jeden Text gebe es einen Anlass oder einen Menschen in ihrem Leben. „Manche Gedichte sind natürlich personenbezogen“, sagt Hallberg und ergänzt schmunzelnd: „Aber das Geheimnis, wer für welchen Text steht, bleibt bei mir.“

Oft fehle der gebürtigen Nürnbergerin die Zeit zum Schreiben. Ein bis zwei Mal im Monat komme sie aktuell dazu. Zumeist früh morgens. „Mein Mann schläft dann oft noch und im Haus ist absolute Ruhe“, sagt die Autorin. Sie setze sich an ihren Schreibtisch. Eine dampfende Tasse Kaffee oder Tee neben sich. Dann schreibe sie, was ihr gerade einfalle. „Ich sitze nie da und brüte, wie ich etwas formulieren könnte“, sagt Hallberg. Feste Rituale habe sie nicht. Außer vielleicht, dass sie immer am Computer schreibe. „Früher habe ich immer gesagt, dass ich alles per Hand schreibe, weil der zweite Satz im Kopf entsteht, während ich den ersten schreibe. Heute möchte ich nicht mehr auf den PC verzichten“, so die Pinnebergerin.

Doch seien die Gedichte eigentlich ein Nebenprodukt. Ihr Hauptaugenmerk seien Kurzgeschichten. Einer ihrer Texte ist im Buch „Vom Ursprung der Welt bis zur Mündung der Schwentine: Neue Fundstücke“ des „Fördervereins für zeitgenössische Literatur NordBuch“ erschienen und wurde als beste Kurzprosa 2013 ausgezeichnet. Drei bis zehn Seiten haben die Kurztexte durchschnittlich, bei denen sie eigene Erfahrungen mit ihrer „blühenden Fantasie“ mische. Der Traum: Ein eigene Kurzgeschichtensammlung zu veröffentlichen. Die Gedichtsammlung kann zu einem Preis von fünf Euro direkt bei der Autorin erworben werden. Interessenten können per E-Mail an sibylle_hallberg@web.de Kontakt aufnehmen.

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