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Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Fokus : Eine Frau sorgt für Balance

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Juristin Deborah Azzab-Robinson ist seit 1. Januar im Pinneberger Rathaus für Gleichstellung zuständig.

Sie steht am Fenster. Lässt ihren Blick über die Dächer der Stadt schweifen. Der Stadt, in der sie jetzt arbeitet. Seit dem 1. Januar ist die 47-jährige Deborah Azzab-Robinson Gleichstellungsbeauftragte im Pinneberger Rathaus. Im Gespräch mit unserer Zeitung äußert sie sich zu ihren Zielen. Die Juristin versteht sich als Netzwerkerin. Ein lebendiger Dialog mit der Politik ist ihr wichtig.

Azzab-Robinson ist gebürtige Göttingerin, lebt heute mit ihrem Mann Patrick in Hamburg. Sie hat zwei Kinder aus erster Ehe im Alter von neun und 17 Jahren. Im Pinneberger Rathaus bekleidet sie eine Halbtagsstelle. In den vergangenen zehn Jahren wirkte sie als Gleichstellungsbeauftragte in Glückstadt. Dort initiierte sie unter anderem ein lokales Bündnis für Familie.

Deborah Azzab-Robinson hat beruflich schon einiges gesehen. Nach dem Abitur war sie für ein Jahr nach Ägypten gegangen, um dort in der Reisebranche zu arbeiten. "Ich habe erlebt, was es bedeutet, fremd in einem Land zu sein", sagt sie heute. Dem Jura-Studium in Hamburg folgte ein Zwischenspiel beim Hamburger Arbeitsamt. Ihr Referendariat absolvierte sie beim Hamburger Ausländerbeauftragten. Dort sei eine Erkenntnis gereift: "Rechtliche Rahmenbedingungen sind nicht unabhängig von Politik zu sehen."

In Pinneberg will die 47-Jährige eng mit Politik, Frauennetzwerk, Senioren- und Jugendbeirat zusammenarbeiten. "Ich lade alle ein, auf mich zuzugehen", sagt Azzab-Robinson, die das Erbe von Ellen Schülke angetreten hat. Von Pinneberg hat sie sich schon frühzeitig ein Bild gemacht. Bereits im September besuchte sie den Kindertag vor der Drostei. "Quirlig und liebenswert", beschreibt sie ihre Eindrücke. Und ihr Credo? "Jede Stärkung von Frauen in Problemlagen ist positiv", antwortet Azzab-Robinson. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf werde auch in Pinneberg in ihrem Fokus bleiben. "Zunächst werde ich mich erstmal umhören, die Menschen vor Ort wissen am besten, wo genau der Schuh drückt."

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erstellt am 10.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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