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Forum Theater Pinneberg : Eine flotte Komödie mit Leiche

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Forum Theater Pinneberg führt das Theaterstück „Tee mit Zimt“ auf. Mörderische Tagträume der Hauptdarsteller.

von
erstellt am 12.Feb.2016 | 18:00 Uhr

Pinneberg | „Tee mit Zimt“ – das klingt lecker. Doch mit einer Prise Zyankali wird das wohltuende Getränk zu einem gefährlichen Gebräu. Man braucht übrigens rund 14 Milligramm Zyankali, um einen Menschen zu töten. Eine Information, die sich für alle Figuren des Stücks „Tee mit Zimt“ im Lauf der Handlung als wichtig erweisen wird. Das Forum Theater Pinneberg bringt diese flotte Komödie mit Todesfall von Lars Lienen auf die Bühne. Premiere ist am Sonnabend, 20. Februar, in der Ernst-Paasch-Halle. Derzeit laufen dort auch die Proben.

Michael Koletzki (45) aus Hamburg feiert mit dieser Inszenierung sein Regie-Debüt beim Forum Theater. Er hat jedoch Regie-Erfahrung bei einer selbst ins Leben gerufenen Freizeit-Theatergruppe bei der Firma Montblanc in Stellingen sammeln können. Auf drei Stücke hat er es gebracht. „In diesem Genre fühle ich mich am wohlsten. Ich bin froh, dass es mir von den Darstellern sehr leicht gemacht wurde“, sagt Koletzki. Nach der Hälfte der Proben sei alles so gewesen, wie „ich es mir vorgestellt habe“. Schwierigkeit bei der Regie: „Die Balance zu halten, so dass es nicht zu albern wird.“ Eigentlich sollten die Darsteller werkgetreu nur Maleranzüge oder etwas Sackartiges als Kostüme tragen. „Der Fundus des Forum Theaters hat jedoch ein wirklich albernes Schafkostüm, ein Clownkostüm und viele andere lustige Dinge.“

In der Rahmenhandlung des Stücks proben die drei Schauspieler Alice Barber, Linda Brewster und Mortimer Redfern für das Stück „Wenn der Apfel fällt”. Sie haben eines gemeinsam: Sie hassen ihren Regisseur Lewis Westcastle, der ein arroganter Kerl ist, wie die Pest und wünschen ihm den Tod. Als kurz vor der Premiere eine Leiche entdeckt wird, sind sie zunächst voller Hoffnung, doch es kommt alles anders als sie denken.

Das Besondere an „Tee mit Zimt“ ist, dass es ein Stück im Stück ist. „Die Szenen der Aufführung von ,Wenn der Apfel fällt’ sind nicht zu sehen, die Zuschauer können die Handlung nur durch die aus dem Off gesprochenen Sätze erahnen, während im Vordergrund die eigentlich hinter einer Rückwand liegende Schauspieler-Garderobe zu sehen ist“, erläutert Andreas Hettwer, Sprecher des Forum Theaters. Außerdem greife man auf visuelle Slapstick-Anleihen aus der Stummfilmzeit zurück, ergänzt Koletzki. Ein Bonbon dürften die mörderischen Tagträume der Darsteller sein: Jede Figur hat ihre eigene heimliche Vision davon, wie sie Lewis den Garaus macht. „Durch Stechen, Erschießen und Zerhacken“, sagt der Regisseur verschmitzt.

Vorstellungen gibt es am Sonnabend, 20. Februar, 19.30 Uhr,  Sonntag, 21. Februar, 18.00 Uhr, Freitag, 26. Februar,  ab 19.30 Uhr, Sonnabend, 27. Februar, 19.30 Uhr und Sonntag, 28. Februar, 18 Uhr. Tickets gibt es  zum Preis von  zehn Euro, ermäßigt 7,50 Euro, im Bücherwurm, Dingstätte 24, und an der Abendkasse zum Preis von zehn Euro.  Das Stück wird in der Ernst-Paasch-Halle, Lindenstraße 10, aufgeführt.
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