Eine Feier für ganz Halstenbek

Zauberer Wolfgang Lüsch alias Wolfino zauberte drei Stunden lang für junge Besucher.
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Zauberer Wolfgang Lüsch alias Wolfino zauberte drei Stunden lang für junge Besucher.

Heiße Rhythmen und Traumwetter beim Sommerfest der Kulturen / „Ein wunderschönes Event“

shz.de von
03. Juli 2018, 16:00 Uhr

Die iranische Gruppe Opatan spielt feurige Rhythmen. Ali Mansouri schwenkt sein Taschentuch und dreht sich temperamentvoll im Kreis. Weitere Menschen betreten das Gelände vor der Volkshochschule (VHS) Halstenbek, um zu tanzen. Die Initiative „Willkommen in Halstenbek“ hat das vierte Sommerfest der Kulturen in Halstenbek am Sonnabend als „vollen Erfolg“ verbucht. Live-Musik, Zaubershow und ein internationales Büfett trafen den Geschmack der 250 Besucher. „Wir hatten ein wunderschönes Fest“, bilanzierte Gerhard Thimm von der Initiative „Willkommen in Halstenbek“. Das sommerliche Wetter und der vielseitige Einsatz aller Mitwirkenden habe dazu beigetragen. Mit kulinarischen Beiträgen und den Band-Auftritten hatten die Geflüchteten maßgeblich zum Gelingen der Feier beigetragen.

Bürgermeister Claudius von Rüden (SPD) sprach den Initiatoren und vor allem der ehemaligen Ehrenamtskoordinatorin Miriam Utz seinen besonderen Dank aus. Sie hatte sich drei Jahre lang in der Gemeinde erfolgreich für die Integration von geflüchteten Menschen eingesetzt. Sie agierte in diesem Jahr rein ehrenamtlich. Von Rüden stellte auch Utz‘ Nachfolgerin, die Sozialarbeiterin Christina Wottrich, vor. Die zuletzt in Köln arbeitende Wottrich kommt aus der Flüchtlingsarbeit.

Der Auftritt von mehreren internationalen Musikgruppen, die Zaubershow von Wolfgang Lüsch sowie die Animationspunkte von Juba23 und den evangelischen Pfadfindern, sorgten nach der offiziellen Begrüßung für ein abwechslungsreiches Programm. „An unserem Popcorn-Stand und an unserem Hover-Board-Parcours ging es herzlich international zu“, sagte Alica Fink vom Juba23. Christine Blankenburg konnte am Büfett nach eineinhalb Stunden niemanden mehr versorgen. Die Köstlichkeiten wie Weinblätter, frittierte Teigfladen, Falafeln und Butterkuchen fanden reißenden Absatz.

Der aus Afghanistan kommende Mersam Panahi zeigte sich dankbar mitzufeiern. „Ich möchte nicht mehr woanders leben“, äußerte der seit drei Jahren in der Gemeinde wohnende Panahi. Er befindet sich derzeit in einer Ausbildung zum Mechatroniker und engagiert sich bei der Freiwilligen Feuerwehr. Wenn man Hilfe bekommen hat, müsse man den Menschen auch etwas zurückgeben, befand Panahi.

Karen Schueler-Albrecht vom Diakonieverein Migration bekundete ebenfalls ihre Freude: „Es ist eine tolle Feier für ganz Halstenbek“.

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