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Pinneberg : Einbruchsserie in der Johannes-Brahms-Schule

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Viermal in zwei Monaten wird die Johannes-Brahms-Schule (JBS) in Pinneberg von Eindringlingen heimgesucht. Im Gebäude hinterlassen die Einbrecher eine Spur der Verwüstung.

Schulleiterin Ortrud Bruhn versucht es mit Galgenhumor. „Jetzt kann ich wenigstens immer sehen, was gerade in meinem Vorzimmer passiert“, sagt die Rektorin der Johannes-Brahms-Schule und späht durch das Loch, das Unbekannte in ihre Bürotür geschlagen haben. Bruhn ist frustriert. Zum vierten Mal in zwei Monaten suchten Einbrecher ihre Schule im Pinneberger Fahltskamp heim. Das Muster ist immer das gleiche: Keine Spuren von Gewaltanwendung an den äußeren Türen. Verwüstungen im Schulinneren. „Die Eindringlinge haben es dabei meist nicht auf Sachwerte abgesehen“, betont Bruhn.

Computer oder Monitore blieben beim letzten Einbruch unangetastet. Anscheinend suchten die Täter nach Bargeld. „Sie haben die Räume unseres Hausmeisters aufgebrochen und Werkzeug entwendet, um den Safe zu öffnen.“ Vergeblich. Bei den vorherigen Einbrüchen gelang es den Tätern dagegen immer wieder, kleinere Geldbeträge aus Geldkassetten, Schließfächern oder herumstehenden Sparschweinen zu entwenden. Immer wieder hinterließen die Einbrecher aufgebrochene Schlösser, eingeschlagene Türen, zertrümmerte Getränkeautomaten, sogar der fest gemauerte Grill im Schulhof wurde Ende September umgerissen. Besonders ärgerlich sei die demolierte Tür zum Sekretariat – eine Einzelanfertigung aus Massivholz. „Das ist der Spaß an der Zerstörung“, vermutet Schulleiterin Bruhn. Es handle sich um eine ganz andere Art von Einbrüchen, als noch 2012. Damals war der große Tresor der Schule fachmännisch aufgeschweißt worden. „Die Täter sind damals sehr gezielt und professionell vorgegangen“, so die Leiterin des Gymnasiums.

Für die Rektorin ist es immer noch ein Rätsel, wie sich die Vandalen Zutritt zum Gebäude verschaffen konnten, ohne Gewalt anzuwenden. „Nach dem zweiten Einbruch in diesem Jahr haben wir alle Schließzylinder ausgetauscht“, betont Bruhn. Ist die Schule wegen ihrer Lage ein bevorzugtes Ziel für die Einbrecher? Bruhn kann sich das nicht vorstellen: „Wir sind hier ja nicht in der Pampa, das VfL-Heim ist direkt gegenüber.“ Nach dem Einbruch Ende September hatte der Hausmeister der Schule den Verdacht geäußert, dass die Täter über das Schuldach in den Innenhof klettern – aus Brandschutzgründen dürften die Türen dort niemals abgeschlossen werden.

Bruhn hat Vertrauen in die Polizei: „Die machen ihre Arbeit“. Polizeisprecherin Sandra Mohr bestätigte, dass die Ermittlungen weiter andauern. Von der Stadt wünscht sich die Schulleiterin zusätzliche Investitionen in den Gebäudeschutz an dem Gymnasium. Silkata Sahin-Adu vom Kommunalen Servicebetrieb Pinneberg (KSP) versichert, dass die Stadt gerade daran arbeite, die bestehenden Sicherheitssysteme an Pinnebergs Schulen weiter zu verbessern. Sie appelliert außerdem vorsorglich an alle Mitarbeiter in öffentlichen Einrichtungen, gut auf ihre Schlüssel aufzupassen.

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