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Kriminalstatistik 2013 : Einbrecher schlagen häufiger zu

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Immer weniger Fälle von gefährlicher Körperverletzung und Raub. Auch die Jugendkriminalität geht zurück.

Pinneberg | Die Zahl der Einbrüche in Pinneberg stieg an, dafür gab es immer weniger Gewalttaten. Das belegt die Kriminalstatistik 2013, die Thorsten Buchwitz, der Leiter des Polizeireviers Pinneberg, gestern abend im Hauptausschuss vorstellte. Gemessen an der Häufigkeitszahl, der Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner, liegt Pinneberg hinter Elmshorn auf Platz zwei der Städte und Gemeinden im Kreis. „Das ist normal“, betont Buchwitz im Gespräch mit dem Pinneberger Tageblatt. „Je urbaner ein Gebiet, desto mehr Straftaten.“ Die Aufklärungsquote stieg dafür 2013 auf mehr als 54 Prozent – ein Spitzenwert in den vergangenen sieben Jahren. „Da sind wir stolz drauf“, so Buchwitz. Gegenüber dem vergangenen Jahr ist die absolute Zahl der Straftaten in der Kreisstadt von 3456 auf 3565 gestiegen. „Das kann natürlich besser werden“, so Buchwitz. Der Erste Polizeihauptkommissar betont aber, dass die Zahl der Delikte ab 2007 deutlich abgenommen habe und sich seitdem stabilisiert habe. Ein besonders positiver Langzeittrend für den Polizisten: „Seit fünf Jahren sinken die Fälle von Gefährlicher Körperverletzung.“ 2013 waren es 71, im Jahr 2008 noch 131. „Das freut mich, da es natürlich Taten sind, die besonders stark in das Leben und die Unversehrtheit der Opfer eingreifen“, so Buchwitz. Auch die Anzahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren sinkt kontinuierlich. 2013 waren es weniger als 300 junge Menschen. „Da sind wir mit unserem Konzept auf dem richtigen Weg“, freut sich der Beamte.

Gestiegen ist dagegen die Zahl der Einbrüche. In 177 Fällen drangen Langfinger 2013 in Pinneberger Wohnungen ein. „In diesem Bereich setzten wir viel Personal ein, trotzdem gehen die Zahlen nach oben“, sagt der Revierleiter. Die Polizei sei bei ihren Bemühungen auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Dazu zählen richtig gesicherte Wohnungen, aber auch aufmerksame Nachbarn, die verdächtiges Geschehen den Gesetzeshütern melden. Auch Autoknacker waren häufiger in der Stadt unterwegs. Hatten sie es früher meist auf Radios abgesehen, werden heute vor allem Navigationsgeräte oder gleich ganze Airbags gestohlen, berichtet Buchwitz. Die deutlich höhere Zahl der Rauschgiftdelikte möchte er in den richtigen Kontext setzen. „Drogenkriminalität wird eigentlich nie angezeigt, sondern nur durch die Behörden verfolgt“. Die höhere Zahl der registrierten Straftaten spreche seiner Meinung nach für eine höhere Aufklärungsquote. „Gerade die Kriminalpolizei hat hier im vergangenen Jahr neue Schwerpunkte gesetzt.“

Auch mit Verkehrsunfällen hat sich Buchwitz auseinander gesetzt. Erfreulich: Im Pinneberger Stadtgebiet gab es 2013 keine Verkehrstoten und auch die Zahl der Schwerverletzten halbierte sich von 22 auf 11. Die meisten Unfälle geschahen auf der verkehrsreichen Elmshorner Straße. Insgesamt hält Buchwitz die Zahlen für akzeptabel. „Alle Unfälle lassen sich nicht vermeiden.“

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