Einblick in die Berufswelt

Eine Gruppe der Neuzugewanderten informierte sich über die Arbeit der Kreisverwaltung.
Eine Gruppe der Neuzugewanderten informierte sich über die Arbeit der Kreisverwaltung.

Junge Migranten konnten einen Tag in verschiede Ausbildungsberufe hineinschnuppern

shz.de von
09. August 2018, 12:34 Uhr

Neues Land, neue Sitten, neue Gebräuche neue Sprache – und demnächst vielleicht ein neuer Job. 40 neuzugewanderte Schüler der Beruflichen Schule Elmshorn nutzten kürzliche die Möglichkeit, einen Betrieb und deren Ausbildungsberufe kennen zu lernen.

Dieser Berufsinformationstag für Neuzugewanderte, der „Refugee Day“, fand erstmals statt und zwar in Kooperation der Stabsstelle Integration der Kreisverwaltung mit der Beruflichen Schule Elmshorn und der Bundesagentur für Arbeit in Elmshorn. Nachmittags waren die Schüler zusammen mit Vertretern der Betriebe für ein Hintergrundgespräch in die Kreisverwaltung eingeladen. Dort konnten sie von ihren Erfahrungen berichten und erzählen, was sie an dem Tag erlebt hatten.

„Ich wusste nicht, dass man ohne Studium in einer Behörde arbeiten darf“, sagte eine Schülerin, die den Tag in der Kreisverwaltung als Betrieb zum Kennenlernen verbracht hatte. „Ich möchte jetzt gern eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten machen, wenn ich meinen Realschulabschluss geschafft habe, damit ich später in der Ausländerbehörde oder im Jugendamt arbeiten kann.“

Die Schüler waren insgesamt begeistert von dieser Veranstaltung. Sie würden sich freuen, wenn sie im nächsten Jahr noch einmal teilnehmen könnten, sagten sie.

Beim zweiten Mal könnte der Berufsinformationstag für Neuzugewanderte bereits im gesamten Kreisgebiet stattfinden, so die Organisatoren.

Die Leiterin der Stabstelle Integration, Silke Linne, freute sich über die aktive Unterstützung der Betriebe, die den Neuzugewanderten einen Tag lang Einblicke in diverse Berufsfelder ermöglicht hatten. Auch die gute Vorbereitung durch die Kooperationspartner lobte sie. „Wir sollten alle gemeinsam daran arbeiten, dass unsere neuzugewanderten Schüler schon frühzeitig eine Idee davon bekommen, welche vielfältigen Werdegänge das Leben in Deutschland ermöglicht“, sagte sie.

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