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Pinneberger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 23:08 Uhr

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vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Steigende Besucherzahlen: Sozialcafé Pino verkaufte 2013 durchschnittlich 70 Mittagessen / Höhere Nachfrage nach Catering-Dienst

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2013 | 16:30 Uhr

Vor den Feiertagen wurde es noch einmal hektisch. Jetzt steht noch die – bereits völlig ausgebuchte – Weihnachtsfeier am Heiligabend an. Dann können die Mitarbeiter vom Sozialcafé Pino in der Bahnhofstraße eine verdiente Pause machen.

Das Café wird vom Diakonischen Werk getragen. Seit 1998 wird hier an Wochentagen ein wechselnder Mittagstisch serviert – warme Mahlzeiten in gemütlicher Atmosphäre. Der Clou: Wer keine bezahlte Arbeit hat, isst im „Pino“ günstiger. So entstand eine Begegnungsstätte in Pinneberg, ein Zufluchtsort vor Isolation und Einsamkeit.

Das Konzept funktioniert. Im Jahr 2013 stieg die Zahl der verkauften Mittagessen an. Waren es in den letzten Jahren zirka 40 Mittagessen täglich, kochte das Pino-Team 2013 im Schnitt für 70 Gäste. Das vergangene Jahr ist außerdem das erste, in dem mehr Vollpreiszahler ins Café kamen, als Menschen die den Sozialpreis in Anspruch nehmen können. Ein Trend der schon seit längerer Zeit zu beobachten ist. „Seit die Stadtkantine zugemacht hat, kommen auch viele Rechtsanwälte und Ärzte aus der Umgebung zum Mittagessen vorbei“, erklärt Inna Kastelli, eine der Hauswirtschaftlichen Leiterinnen des Cafés. Für die Betreiber ist es eine erfreuliche Entwicklung: Menschen aller Einkommensschichten kommen im „Pino“ zusammen.

Ebenfalls stärker nachgefragt wurde das Catering-Angebot des Pino-Teams. Durchschnittlich kamen im vergangenen Jahr vier Anfragen pro Woche rein. Kirchengemeinden, aber auch viele Betriebe aus Pinneberg lassen sich mit Schnittchen, Obstplatten und Kuchen aus der Bahnhofstraße beliefern.

Seit zwei Jahren gibt es das „Kinderessen“ im Pino Café. Kinder von Eltern die Arbeitslosengeld beziehen, erhalten ein kostenloses Mittagessen. Am Anfang kommen die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern, wenn die Mitarbeiter sie kennengelernt haben, auch allein. Manche nehmen das Mittagessen dann auch mit nach Hause. Finanziert wird der Service von den „Pinosauriern. „Dieses Angebot wurde 2013 seltener im Anspruch genommen als im Vorjahr“, so Kastelli. Das Sozialcafé finanziert sich hauptsächlich über Spenden. Fest angestellt sind Kastelli, ihre Kollegin Fathya Alwan und Koch Matthias Schneider. Unterstützt werden sie von derzeit Langzeitarbeitslosen, die im ‚Pino“ weiterqualifiziert werden. „Ohne diese Helfer würde hier überhaupt nichts laufen“, betont Alwan.

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