Ein Traum geht in Erfüllung

Letztes Treffen vor der Abreise in die USA: Bjarne Jäkel aus Bönningstedt (rechts) ist von SPD-Bundestagsmitglied Ernst Dieter Rossmann als Stipendiat für das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) benannt worden.
Letztes Treffen vor der Abreise in die USA: Bjarne Jäkel aus Bönningstedt (rechts) ist von SPD-Bundestagsmitglied Ernst Dieter Rossmann als Stipendiat für das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) benannt worden.

Bönningstedter erhält Auslands-Stipendiat

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15. August 2018, 16:00 Uhr

Viele junge Menschen träumen davon, nach der Schule während eines Aufenthalts im Ausland ihren Horizont zu erweitern. Dass es auch Stipendien gibt, die jungen Berufstätigen diese Erfahrung zu ermöglichen, kommt nun dem 25-jährigen Bjarne Jäkel aus Bönningstedt zugute: Er bewarb sich als Bundestags-Stipendiat für einen Aufenthalt in den USA – und bekam den Zuschlag.

„Ich bin total begeistert! Als einer von bundesweit nur 75 jungen Berufstätigen für ein Jahresstipendium in den Vereinigten Staaten ausgewählt zu werden, ist wirklich etwas Besonderes“, sagte er kurz vor seiner Abreise nach Arlington Heights in der Nähe von Chicago. Dort wird er für ein Jahr seine Zelte aufschlagen. Während seines Treffens mit seinem „Paten“ Ernst Dieter Rossmann (SPD) machte der junge Eisenbahner keinen Hehl aus seiner Freude über die Chance, in den USA Erfahrungen zu sammeln.

Der Kreis Pinneberger Bundestagsabgeordnete hatte ihn für die Teilnahme am Sonderprogramm des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP) des Bundestags benannt und gab ihm jetzt die besten Wünsche, Geschenke für die Gasteltern und das Modell eines Feuerwehrautos mit auf die Reise.


Ehrenamt war mitentscheidend

„Damit die wichtigste Freizeitbeschäftigung auch während des Auslandsjahres immer präsent bleibt“, machte Rossmann deutlich. Bei seiner Entscheidung für den 25-jährigen Bönningstedter hatte der Politiker auch das ehrenamtliche Engagement mit im Auge.

Auf Jäkel warten in seinem US-Jahr zunächst vier Monate im Community College im Nachbarort. „Das ist eine Mischung aus Berufsschule und Volkshochschule und mehr der theoretisch-schulische Teil des Aufenthalts“, machte Jäkel deutlich. Daneben geht es natürlich darum, sich in seiner Familie einzuleben und nach Möglichkeit auch am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. „Ich verstehe mich schon auch als Botschafter meines Landes und unserer Region und bin auch sehr gespannt, was sich in den nächsten Monaten politisch in den Staaten tut“, sagte Jäkel Das Interesse richte sich dabei insbesondere auf die „Midterm-Elections“, den ersten echten politischen Stimmungstest für US-Präsident Trump.

Im neuen Jahr steht für den Stipendiaten dann ein praktischer Teil an. „Mit meinem deutschen Arbeitgeber, der Deutschen Bahn, habe ich schon mal gesprochen, ob ein Praktikum beim US-Ableger in Kalifornien möglich wäre“, berichtete Jäkel.

Der Konzern projektiert dort eine Schnellbahnstrecke – für den Eisenbahner eine hochinteressante Maßnahme, bei er sich gut vorstellen könnte, Erfahrungen zu sammeln. Aber die Entscheidung hierfür ist noch nicht gefallen. Denn schließlich ist Jäkel auch mit Leib und Seele Feuerwehrmann. „Und vielleicht finde ich ja auch etwas in diesem Bereich“, so seine Überlegungen.

Fest steht: Am 1. August 2019 wird er wieder bei der S-Bahn Hamburg auf der Matte stehen, wo er als Ausbilder für Fahrdienstleiter arbeitet. Ein Treffen mit Rossmann steht dann auch wieder auf der Agenda. „Ich freue mich darauf, den USA-Aufenthalt dann auch gemeinsam auszuwerten“, so Jäkel.

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