Ein Top-Bahnhof für die Zukunft

Neue Bahnsteige, neuer Tunnel, saniertes Gebäude: Vertreter der Deutschen Bahn und der Stadt Pinneberg nahmen den Förderbescheid von Staatssekretär Thilo Rohlfs (Mitte) entgegen.
Neue Bahnsteige, neuer Tunnel, saniertes Gebäude: Vertreter der Deutschen Bahn und der Stadt Pinneberg nahmen den Förderbescheid von Staatssekretär Thilo Rohlfs (Mitte) entgegen.

Fördermittel vom Land: DB baut Station Pinneberg aus / Neuer Tunnel wird errichtet / Gesamtkosten liegen bei 15 Millionen Euro

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16. Februar 2018, 16:00 Uhr

20 000 Ein- und Aussteiger pro Tag, einer der meistgenutzen Bahnhöfe in Schleswig-Holstein – die Rede ist von keinem anderen als dem Pinneberger Bahnhof. Seit 2015 wird der Vorplatz an der Nordseite saniert, demnächst starten die Arbeiten an der Südseite. Und jetzt folgt auch der Bahnhof selbst: Gestern nahm Peter Horwitz, Leiter Finanzen der Deutschen Bahn Regionalbereich Nord, einen Förderbescheid über 6,8 Millionen Euro entgegen. Natürlich am Bahnhof, auf Gleis drei, umringt von Kollegen und Vertretern der Stadt.

Mit dabei waren der Leiter des Bahnhofsmanagements Hamburg, Michael Dominidiato, Jochen Schulz von der NAH.SH, Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos), Bauamtsleiter Klaus Stieghorst und der Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron (CDU) – und hoher Besuch aus Kiel: Verkehrs-Staatssekretär Thilo Rohlfs kam extra für die Übergabe angereist. „Das ist heute der erste Schritt, aus dem Bahnhof auch einen der modernsten in Schleswig-Holstein zu machen“, sagte er. Auch Horwitz ist davon überzeugt: „Das wird in Zukunft ein Top-Bahnhof für unsere Kunden.“ Steinberg dankte unterdessen allen, die an den Plänen mitgewirkt haben. „Wir arbeiten seit Mai 2013 an dem Projekt. Es wird ein Bahnhof der Zukunft, auf den Pinneberg stolz sein kann.“ Vor allem eins sei wichtig: Der Zugang wird endlich behindertengerecht. „Das ist nicht nur für Gehbehinderte, sondern auch für Koffer und Kinderwagen.“

Schulz zeigte anschließend, was im Bahnhof selbst passieren soll, während die Stadt schon fleißig am Bahnhofsumfeld baut. Gleichzeitig wird auch die Firma Matrix das ehemalige Ilo-Gelände und die Straße am Bahnhof herstellen. „Der Bahnsteig an Gleis drei ist zu niedrig, das wird angepasst“, berichtete Schulz. Dabei soll das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude – das älteste in Schleswig-Holstein, das noch in Betrieb ist – nicht beeinträchtigt. „Es wird in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde saniert. Unten zieht Gastronomie ein, oben Funktionsräume.“ Ein Durchgang vom zukünftigen Busbahnhof soll entstehen, der aktuelle Durchgang zu den S-Bahn-Gleisen bleibt erhalten. „An den Gleisen vier und fünf erfolgt eine neue Erschließung.“ Heißt: Der Tunnel wird neu gebaut, gegenüber vom Bahnhofsgebäude. Er soll gut einsehbar, ohne dunkle Ecken werden und er bekommt einen Fahrstuhl. Zudem soll zwischen den Gleisen vier und fünf das Dach auf 132 Meter verlängert werden.

Start für das Bauprojekt ist im September – bis 2020 sollen die Arbeiten an und unter den Gleisen abgeschlossen sein. Anschließend wird das Bahnhofsgebäude saniert. Die Kosten – ohne den Außenbereich – liegen bei etwa 15 Millionen Euro. Vom Land kommen 6,8 Millionen, aus Bundes- und Eigenmitteln der Bahn noch einmal 7,5 Millionen.

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