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Pinneberger Tageblatt

27. Juli 2017 | 20:44 Uhr

Ein Tag weniger für Hasloher Kinder

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jugendarbeit Bönningstedter erhalten einen Nachmittag / Start ab September

Die Zukunft der Jugendarbeit in Hasloh und Bönningstedt ist nun so gut wie gesichert. Während der Sitzung des Hasloher Sozialausschusses berichtete Jens Schwarzer (SPD) von den Gesprächen mit den beiden Bürgermeistern Bernhard Brummund (SPD) und Peter Liske (BWG) sowie Jugendpflegerin Martina Niehusen. Wie berichtet, wird Hasloh künftig die Jugendarbeit kürzen, während Bönningstedt aufstockt. Niehusen ist für beide Gemeinden als Jugendpflegerin zuständig.

Jeweils 15 Stunden soll sie künftig in Hasloh und Bönningstedt tätig sein. „Ich habe mit den Kindern darüber gesprochen. Natürlich waren die Hasloher nicht gerade begeistert“, berichtete die Jugendpflegerin. Schließlich bedeutet diese Festlegung eine Kürzung von vier Stunden Jugendarbeit in der Gemeinde. „Ich habe mich dazu entschieden, den Donnerstag in Hasloh aufzugeben und dafür in Bönningstedt einen Mädchentag anzubieten“, erklärte Niehusen. Sie wolle auch weiterhin die Eisenbahn-AG, Breakdance sowie die Kreativwerkstatt anbieten.

Auf die Frage, ob denn auch Hasloher Kinder und Jugendliche häufig im Bönningstedter Zentrum seien antwortete sie: „Sie nähern sich langsam an. Besonders die Jungs tun sich schwer. Da gibt es noch ein paar Revierkämpfe. Die Mädchen sind allgemein da sehr viel offener.“ Ein gemeinsamer Nenner sei jedoch die Gemeinschaftsschule Rugenbergen. Dennoch sei sie froh über die Entscheidung der beiden Gemeinden.


Neues Konzept ab September


„Wir haben fünf Jahre lang dafür gekämpft und jetzt endlich eine Lösung gefunden“, sagte Niehusen. Trotz der derzeitigen Unzufriedenheit der Hasloher Kinder und Jugendlichen werde sie sich auch künftig Mühe geben, dass es allen gefällt. Ab Anfang September wolle sie das neue Konzept einführen. Nach einer gewissen Probezeit wolle sie dem Ausschuss dann noch einmal berichten, wie das Konzept angenommen wurde. Für Hasloh sei das Ganze schade. „Jugendarbeit bedeutet viel Geld, aber es kommt auch sehr viel zurück“, betonte Niehusen.

Einen Störfaktor sahen die Hasloher Politiker darin, dass auch Ellerbeker Kinder das Jugendzentrum in Bönningstedt besuchen. „Bönningstedt und Hasloh bezahlen dann für die Ellerbeker Kinder“, sagte Beate Haines (SPD). Vom menschlichen Aspekt könne sie es durchaus nachvollziehen, „doch wenn es zu viele Kinder sind, die regelmäßig kommen, müssen wir über einen Zuschuss nachdenken“. Niehusen will nun Buch über die Besuche der Kinder führen, um die Häufigkeit zu überprüfen. Mit einer Enthaltung empfahl der Sozialausschuss der Gemeindevertretung die Reduzierung der Jugendarbeit sowie den Start ab September. Die Gemeindevertreter treffen sich am Dienstag, 11. Juli, im TuS-Heim, Am Sportplatz.


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