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Deutsches Baumschulmuseum Pinneberg : Ein Stück Wirtschaftsgeschichte

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

2015 soll die Rose im Mittelpunkt stehen. Ehrenamtliche Helfer werden gesucht.

Pinneberg | Auf halbem Weg von Pinneberg und Halstenbek: Eine Halle zwischen Feldern. Das Deutsche Baumschulmuseum. Hier gibt’s technisches Gerät aus Vorzeiten zu sehen. Hier wird Geschichte bewahrt. Erinnerungen an einen Wirtschaftszweig, der die Region prägte und prägt. Wir treffen Heike Meyer-Schoppa, die den Förderverein leitet. Sie will berichten. Von Plänen für die Zukunft. Und von personellen Nöten. Neue freiwillige Helfer sind an der Halstenbeker Straße gern gesehen.

„Keine Frage, es wird immer schwieriger, Ehrenamtler zu gewinnen“, sagt Hellmut Nagel, seines Zeichens Schatzmeister des Fördervereins. Der 63-Jährige ist seit drei Jahren im Team. Er widmet sich derzeit der anspruchsvollen Aufgabe, das Archiv des Baumschulmuseums auf Vordermann zu bringen. „Das Inventar ist 2013 komplett erfasst worden, für die Dokumente gilt das leider nicht“, sagt er. „Ich hätte nie gedacht, dass das so viel Arbeit macht.“

Mit Marianne Klatt können Meyer-Schoppa und Nagel seit Mai auf eine junge Mitstreiterin zurückgreifen. Die Agrarwissenschaftlerin hatte seinerzeit die Ehrenamtsmesse besucht – und war am Stand des Baumschulmuseums hängen geblieben. Sie habe viel Spaß: Die Aufgaben hier sind sehr vielseitig.“

190 Mitglieder hat der Förderverein Baumschulmuseum aktuell. Sie zahlen einen Beitrag von mindestens 25 Euro pro Jahr. Hoffnung sei es, dass die Mitgliedsbeiträge irgendwann die Fixkosten abdecken.

Für die Halle, die eine Nutzfläche von etwa 600 Quadratmetern bietet, muss schließlich Miete gezahlt werden. Von der Stadt Pinneberg gibt es keinen Cent. „Wir haben viele Ideen, bei der Umsetzung hapert es allerdings finanziell und personell“, so Meyer-Schoppa. „Wir können nur eines nach dem anderen umsetzen.“ Immerhin gab es in diesem Jahr einen Zuschuss vom Kreis.

Im kommenden Jahr soll das Thema Rose an der Halstenbeker Straße besonders groß geschrieben werden. So ist eine Sonderausstellung geplant. Meyer-Schoppa ruft Kulturschaffende dazu auf, sich mit der Königin der Blumen auseinander zu setzen – und sich an dem Projekt zu beteiligen.

Wer das Deutsche Baumschulmuseum besuchen will, muss keinen Eintritt zahlen. Allerdings steht eine Spendendose bereit. Jeder Euro hilft den engagierten Betreibern, die Jahr für Jahr etwa 2000 Besucher empfangen und durch die Dauerausstellung führen. Auch Kindergartengruppen und Schulklassen steuern die Institution regelmäßig an. „Umweltbildung ist eines unserer wesentlichen Ziele“, sagt Meyer-Schoppa. Sie hat mit ihren Mitstreitern einen attraktiven Rundgang entworfen. Infotafeln klären über die Entwicklung in den Baumschulen auf.

Das deutsche Baumschulmuseum ist an der Halstenbeker Strasse 29 in Pinneberg beheimatet. Die Einrichtung ist ganzjährig dienstags in der Zeit von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Zudem von Mai bis Oktober sonntags in der zeit von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.
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erstellt am 24.Sep.2014 | 15:00 Uhr

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