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Pinneberg : Ein Stadtforum als Chance für den Sport

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Karsten Tiedemann, Geschäftsführer des Kreissportverbands, spricht über die Möglichkeiten, die ein Dialog bietet.

von
erstellt am 02.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Das passende Sportangebot für die Pinneberger, die Probleme und Nöte der Sportvereine sowie ein Blick in die Zukunft – diese Themen sollte gestern das Stadtforum Sport beantworten. Im Vorfeld hat sich diese Zeitung mit Karsten Tiedemann, Geschäftsführer des Kreissportverbands Pinneberg (KSV), getroffen und über die möglichen Auswirkungen einer solchen Veranstaltung gesprochen.

Was erwarten Sie vom Stadtforum Sport Pinneberg?

Karsten Tiedemann: Das dritte Stadtforum ist eine Chance für die künftige Sportentwicklung der Stadt. Dort kann beispielsweise anhand eines Sportentwicklungsplans die Zukunft geplant werden. Hier diskutieren Bürger, Politik und Wirtschaft die relevanten Themen. Besonders gut ist, dass der VfL, der SCP und der SuS Waldenau gesagt haben: ‚Wir versuchen das gemeinsam.‘

Gibt es so etwas wie das Stadtforum Sport noch einmal im Kreis Pinneberg?

Unter dem Namen Stadtforum ist es die einzige Veranstaltung in dieser Größenordnung. In den Kommunen gibt es aber meist ähnliche, kleinere, Veranstaltungen, wie runde Tische oder einmal in Elmshorn ein Sportkongress.

Welche Herausforderungen gibt es für den Sport in der Kreisstadt aktuell?

Zuschüsse gibt es so gut wie gar nicht mehr, wie zum Beispiel für Sportgeräte, Baumaßnahmen oder Fahrten zu Meisterschaften. Das ist allerdings schon vor dem Rettungsschirm so gewesen. Zahlreiche Sportstätten sind im Gegensatz zu Elmshorn sanierungsbedürftig.

Ist das in den anderen Städten im Kreis anders?

Pinneberg ist eine der wenigen Städte, in denen es kaum Förderung gibt. Dort gibt es sogar eine Hallennutzungsgebühr.

Hat sich der Sport seit dem letzten Stadtforum 1996 verändert?

Es ist viel passiert, der Sport ist ausdifferenzierter. Die Vereine übernehmen teils Aufgaben in den Ganztagsschulen. Es ist also viel dazu gekommen.

Welche Faktoren müssen bei der Entwicklung des Sports beachtet werden?

Zum Beispiel die demographische Entwicklung. Wir müssen erkennen, dass sich damit auch die Voraussetzungen für Sport ändern. Für Senioren-Sport werden meist keine großen Hallen benötigt, da reichen beispielsweise kleinere Einheiten. Gleichzeitig müssen die Angebote der Vereine überdacht werden. Es gibt mehr Senioren und weniger Kinder. Durch einen Sportentwicklungsplan könnte hier der Bedarf geklärt werden.

Gibt es in den anderen Kommunen bereits Sportentwicklungspläne?

Ja, in einigen. Zuletzt wurde einer in Tornesch und in Elmshorn entwickelt. Dort wurde mit viel Erfolg an fünf Abenden sowie einem kompletten Tag gemeinsam mit unterschiedlichen Institutionen und Vereinen der Plan erstellt. Dabei wurde nicht nur für die Vereine, sondern für alle Beteiligten in der Stadt, der Sport auf den Prüfstand gestellt. Bis hin zu den Möglichkeiten, den öffentlichen Raum für Sportler erlebbar zu machen.

Und wie steht es mit der Umsetzung solcher Ideen?

Das passiert natürlich nicht alles auf einmal. Zum Beispiel wurde in Elmshorn besprochen, dass es schön wäre, an der Krückau Kanu-Anlegeplätze zu haben. Wenn nun also der Hafen ausgebaut würde, dann gibt es gleich diese Anregung. Aber gleichzeitig gibt es auch Sachen, die wenig Geld kosten, wie zum Beispiel Spielplatzpatenschaften in Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege.

Eine ausführlichen Bericht über die Ergebnisse des Forums lesen Sie am Montag, 3. Februar, im Pinneberger Tageblatt.

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