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Pinneberger Tageblatt

18. Dezember 2017 | 22:05 Uhr

Ein Staatsrat für Olympia

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bisheriger Senatssprecher Christoph Holstein soll Bewerbung voranbringen / CDU: Aufblähung des Senats

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2015 | 16:45 Uhr

Hamburg bekommt einen „Olympia-Staatsrat“ – auch wenn er offiziell nicht so heißt. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat gestern den bisherigen Senatspressesprecher Christoph Holstein (51) zum Staatsrat der Behörde für Inneres und Sport ernannt. Anders als Amtsvorgänger Karl Schwinke, der zusätzlich noch für die Bezirke zuständig war, kann und soll sich Holstein ganz auf den Sportbereich konzentrieren. „Natürlich spielt Hamburgs Olympia-Bewerbung dabei eine ganz wichtige Rolle“, sagte der Neue.

Der 51-Jährige soll Innensenator Michael Neumann (SPD) in der gut zweijährigen Bewerbungsphase den Rücken freihalten und sich auch um die Kommunikation rund um die Olympia-Kampagne kümmern. Christoph Holstein, der als Journalist beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag groß wurde, ist ein überaus versierter Polit-PR-Experte. Er war ab 1998 als Pressesprecher zunächst für die Innenbehörde, dann für den SPD-Landesverband unter Scholz sowie für die SPD-Bürgerschaftsfraktion tätig. Dort arbeitete der studierte Germanist und Politologe bereits sieben Jahre eng mit dem damaligen Fraktionschef Neumann zusammen.

Nachfolger des Senatssprechers wird dessen bisheriger Stellvertreter Jörg Schmoll. Der 41-Jährige war vor seinem Wechsel in die Senatspressestelle 2011 Sprecher der SPD Hamburg und unter anderem SPD-Vize in Schleswig-Holstein sowie Kreisgeschäftsführer der SPD Hamburg-Altona, dem Heimatparteikreis von Olaf Scholz.

Zudem ernannte der Bürgermeister gestern vier weitere neue Staatsräte. Dabei erhielt die Wirtschaftsbehörde in Person von Rolf Bösinger einen zweiten Senatoren-Stellvertreter neben Andreas Rieckhof (Verkehr). Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) zieht damit die Konsequenzen aus den Problemen mit Dauerbaustellen und Busbeschleunigung.

Insgesamt steigt die Zahl der Staatsräte um einen auf 15 – zwölf Männer, drei Frauen. Fraktionschef André Trepoll (CDU) sprach von „Aufblähung“ des Senats einer zwecks rot-grüner Ämterversorgung .

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