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Weltreise : Ein Schulausflug durch alle Klimazonen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Entlang des achten Längengrads einmal rund um den Globus - Fahrt in das Klimahaus in Bremerhaven.

Bremerhaven | Einmal im Jahr steigen sämtliche Schüler der Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen in Busse ein, um einen gemeinsamen Ausflug zu unternehmen. In diesem Jahr führte die Fahrt in das Klimahaus in Bremerhaven.

Die Wissens- und Erlebniswelt zu den Themen Klima, Klimawandel und Wetter führt die Besucher entlang des achten Längengrads durch fünf Kontinente und neun Orte. Die Stationen liegen in der Schweiz, Sardinien, dem Niger, Kamerun, der Antarktis, Samoa, Alaska, der Hallig Langeneß und Bremerhaven. Das Besondere:  Jeder Raum hat genau  die klimatischen Verhältnisse, die am jeweiligen Ort herrschen.

„Die Klimazonen waren erlebbar und spürbar, das war schon sehr cool gemacht“, berichteten die beiden Zehntklässler Lisa Riebandt und Akuilino Hartmann-Dorado nach ihrer Rückkehr. Der feuchte Regenwald bei Nacht oder die trockene, heiße Luft in Afrika schufen die Illusion, tatsächlich dort zu sein. „In manchen Räumen waren auch die entsprechenden Tiere da, etwa Schildkröten, Käfer oder Schlangen“, sagte Lisa. Zur Hitze des Raums sei verstärkend hinzugekommen, dass sehr viele Besucher an diesem Tag im Museum gewesen seien. „Wir waren ganz schön froh, als wir danach in die Antarktis kamen“, bestätigte Akuilino.

Bereits in der Unterstufe hatten sich die Schüler in Geografie mit dem Themenfeld beschäftigt. „Viele der Schüler, die mit uns dort waren, waren jünger, teilweise sogar aus der Grundschule“, berichtete der Zehntklässler. Für die sei der Besuch dank der Spielangebote sicher ein noch größeres Erlebnis gewesen. „Für uns Ältere gab es einige Schautafeln. Es war aber nicht immer möglich, alles zu lesen, das war ein bisschen schade“, berichtete Lisa. Und Akuilino hätte sich durchaus gewünscht, noch mehr interaktive Elemente in den Räumen ausprobieren zu können.

In den engen und teils dunklen Räumen sei viel Rücksicht auf die kleineren Kinder vonnöten gewesen. „Auch die Teppiche, die zwischen den Klimazonen in den Türen hingen, mussten wir ganz vorsichtig wegschieben – damit  der Hintermann den nicht ins Gesicht bekam“, sagte die Schülerin. Ob sie noch einmal hingehen würden? „Ja, mit einer Führung in einer kleineren Gruppe.  Dann bleibt genug Zeit, sich alles in Ruhe anzuschauen“, sagte Akuilino. Ihren schönsten Moment erlebte Lisa im Weltall-Gang, in dem rund herum die Sterne funkelten. „Das war mega-schön“, schwärmte sie. Ihr Schulkamerad dagegen genoss mit seinem Freund lieber eine Pause im Ruderboot. Denn so eine Weltreise an einem einzigen Tag ist schließlich ganz schön anstrengend.

Im November 2000 entstand die Idee für das Klimahaus als Tourismusangebot in Bremerhaven. Bis zur Eröffnung verging allerdings noch einige Zeit: Erst im Jahr 2009 konnte das Projekt realisiert und eröffnet werden. Das Klimahaus ist ganzjährig (außer Weihnachten, Silvester und Neujahr) geöffnet und kostet 16 Euro Eintritt für Erwachsene. Kinder ab fünf Jahren, Schüler und Studenten zahlen ermäßigt 11,50 Euro.
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erstellt am 15.Jun.2017 | 14:00 Uhr

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