„Ein Schatz für die Gesellschaft“

Die Initiatorin der Einrichtung, Anke Jacobs, ließ die Historie des Vereins Revue passieren.
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Die Initiatorin der Einrichtung, Anke Jacobs, ließ die Historie des Vereins Revue passieren.

Freiwilligen Forum in Rellingen: Ehrenamt als Zukunftsmodell / Feierstunde auf der Galerie des Rathauses

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04. Oktober 2018, 16:00 Uhr

70 Rellinger Bürger setzen sich seit vielen Jahren voller Hingabe für soziale Projekte in der Gemeinde ein. Sie vermitteln geflüchteten Menschen Lerninhalte, lesen in den Büchereien und helfen wo immer sie können. Diese Bürger sind alle Teil des Freiwilligen Forums (FF) in Rellingen.

Mit einer Dankesfeier hat die Gemeinde das 20-jährige Engagement der Freiwilligen gewürdigt. „Sie sind eine wichtige Stütze im Leben der Gemeinde und hier nicht wegzudenken“, betonte Bürgermeister Marc Trampe (parteilos). Die Ehrenamtlichen leisteten 2017 etwa 3400 Arbeitsstunden bei über 1800 Einsätzen im Zuge unterschiedlicher Aufgaben im sozialen Bereich. „Aber den wahren Wert, den Sie für uns erbringen, lässt sich nicht in Zahlen sagen“, sagte Trampe. Die Ehrenamtlichen seien ein „echter Schatz“ für die Gesellschaft vor Ort, das FF bezeichnete er als Zukunftsmodell. „Machen sie weiter so, wir wissen, was wir an Ihnen haben“, appellierte er. Das bekannte Zitat von Wilhelm Busch „willst Du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben“ hätten die Helfer erfreulicherweise nicht verinnerlicht. Trampe würdigte den Einsatz in Schulen, Kitas, bei Ausfahrten, beim Schleswig-Holsteinischen Musikfestival und in der Jugendpflege.


20 Jahre unermüdlicher Einsatz

Er ehrte im Zuge der Feier die Ehrenamtlichen, die sich schon seit 20 Jahren für die Einrichtung engagieren. Trampe überreichte Initiatorin der Einrichtung, Anke Jacobs, eine Ehren-Urkunde für ihren unermüdlichen Einsatz. Jacobs ließ dann die Historie des Vereins Revue passieren.

Sie erinnerte daran, dass das FF als Kind des Seniorenbeirats im Jahr 1998 entstand. Die Helfer erhielten ein Büro im Rathaus. 20 Freiwillige, einige von ihnen damals schon im Rentenalter, begannen mit ihrer Tätigkeit und sind teilweise heute noch dabei. Mit der Arbeit habe das FF angefangen, weil es für die Mitbürger da sein wolle, die sich keine finanzielle Hilfe leisten könne. Es unterstützte die Bürger vor allem bei Behördengängen und dem Ausfüllen von Formularen. „Frau Zinn vom Kirchenkreis sorgte dafür, dass wir Ausbildungen erhielten“, sagte Jacobs.

Die Freiwilligen engagieren sich bei ihren Projekten, treffen sich aber auch untereinander zehnmal im Jahr an jedem dritten Mittwoch. Irmgard Schmidt, ebenfalls Frau der ersten Stunde, erinnerte sich noch gut an erste Einsätze bei Spielenachmittagen in der DRK Begegnungsstätte. Die Helfer werden auch von den Schulen der Gemeinden angefordert, um schwachen Schülern zu helfen. Das Team habe bei seinen Einsätzen immer viel Dankbarkeit erfahren.

Der ehemalige Leiter der Bürgerstiftung Klaus Parusel konnte sich ebenfalls an die Anfänge des FF erinnern. „Als ich als Sozialamtsleiter in Rellingen arbeitete, bildete sich die Gruppe unter Leitung von Anke Jacobs“, sagte Parusel. Die Freiwilligen hätten die Projekte der Bürgerstiftung immer unterstützt. Paul Steffen würdigte das Engagement im Namen des Kirchenkreises Hamburg West sowie Südholstein und überbrachte die Grüße der Pröpste.

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